Schockierende Rekordzahlen: Kindesmissbrauch in Deutschland erreicht nie dagewesenes Ausmaß

**Berlin, 2025 – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat am heutigen Montag in Berlin das neue „Bundeslagebild Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen” präsentiert. An seiner Seite standen BKA-Präsident Holger Münch und die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus. Die Bilanz fällt ernüchternd aus.**

### Anstieg der Missbrauchsfälle: 4,7 Prozent mehr im Jahr 2025

Die vom Bundeskriminalamt (BKA) vorgelegte Analyse, die auf Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) basiert, zeigt einen besorgniserregenden Trend. Im Jahr 2025 wurden deutschlandweit **17.126 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch** registriert – ein Anstieg um 772 Taten oder 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch deutlicher fällt der Unterschied zu 2021 aus: Damals zählte die Statistik 15.507 Delikte; im Jahr 2025 sind es 1.619 mehr.

**Kinder und Jugendliche als Opfer: Mädchen besonders betroffen**

Die Zahl der betroffenen Kinder stieg 2025 auf **18.736** (ein Plus von 3,6 Prozent). Davon waren 13.870 Mädchen und 4.866 Jungen. Wichtig zu wissen: Da ein Kind mehrfach Opfer sexueller Gewalt werden kann, sind Mehrfacherfassungen möglich.

Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2024 verzeichnen die Behörden nun auch wieder einen Zuwachs beim Missbrauch an Jugendlichen. Hier lag die Zahl der registrierten Fälle im Jahr 2025 bei **1.239** – ein Anstieg von vier Prozent. Auch in dieser Altersgruppe sind die Opfer überwiegend weiblich.

### Dunkelfeld und Täterprofil

Bundesinnenminister Dobrindt betont, dass diese Zahlen ausschließlich das sogenannte **Hellfeld** – also der Polizei bekannt gewordene Straftaten – abbilden. Die Dunkelziffer nicht angezeigter Taten sei vermutlich hoch. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Die meisten Opfer kannten ihre Peiniger bereits. Überfallartige Taten durch Fremde sind eher selten. Die Täter handeln laut BKA meist allein.

Die Zahl der Tatverdächtigen bei Missbrauchsdelikten an Kindern stieg um 3,7 Prozent auf **12.823**. Der weitaus größte Teil (fast 81 Prozent) sind Deutsche. Unter den Nichtdeutschen (19,2 Prozent) stammen die meisten aus Syrien, Afghanistan oder der Türkei. Mit 94,1 Prozent sind die Tatverdächtigen überwiegend männlich, doch der Anteil der Frauen wuchs leicht von 5,5 auf 5,9 Prozent.

### Jeder dritte Tatverdächtige ist minderjährig

Ein bemerkenswerter Punkt: **31,4 Prozent der Tatverdächtigen** – also fast jeder Dritte – waren zum Tatzeitpunkt selbst noch Kinder oder Jugendliche. Das BKA weist darauf hin, dass sich viele minderjährige Täter der Strafbarkeit ihres Handelns nicht bewusst wären.

### Starker Anstieg bei Jugendpornografie und KI als neue Gefahr

Im Bereich der Jugendpornografie verzeichnet die Polizei eine besorgniserregende Zunahme: **11.515 Fälle** im Jahr 2025, ein Plus von 19,9 Prozent gegenüber 9.601 im Vorjahr. Als Gründe nannte das BKA unter anderem eine verstärkte Meldetätigkeit der US-amerikanischen Hilfsorganisation NCMEC (National Center for Missing & Exploited Children).

Zudem finde die Sexualität von Jugendlichen zunehmend im digitalen Raum statt – was sich direkt in mehr Straftaten im Netz niederschlage. Viele der Tatverdächtigen in diesem Bereich seien selbst noch minderjährig. Auch eine erhöhte Anzeigebereitschaft durch Sensibilisierungskampagnen könnte eine Rolle spielen.

Als neue und wachsende Gefahr identifizieren die Ermittler die **Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI)**. Leicht zugängliche KI-Modelle ermöglichen es Tätern, manipulierte oder vollständig synthetische, missbräuchliche Bilder und Videos von Kindern und Jugendlichen zu erstellen. Besonders problematisch sind sogenannte **pornografische Deepfakes**, die ihnen schaden.

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