Kanzler Merz sagt UN-Reise nach New York ab
Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt nicht an der UN-Vollversammlung in New York teil. Stattdessen bleibt er in Berlin, wo ihn wichtige Landtagswahlen erwarten.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine für die kommende Woche geplante Reise nach New York abgesagt. Nach Angaben deutscher Regierungskreise wird er nicht an der Hochrangwoche der UN-Generalversammlung 2026 teilnehmen. Ursprünglich war vorgesehen, dass der Kanzler am 23. September eine Rede von der Tribüne der Vereinten Nationen hält.
Die Absage begründen die offiziellen Stellen mit der aktuellen Lage in der Bundeshauptstadt. Die Anwesenheit des Kanzlers in Berlin sei erforderlich, hieß es. Hintergrund ist eine für Merz politisch brisante Woche.
Am 20. September finden in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlen statt. Beide Abstimmungen gelten als besonders wichtig für den CDU-Vorsitzenden. Beobachter gehen davon aus, dass die Wahlergebnisse maßgeblich über die politische Zukunft Merz' mitentscheiden könnten.
Die Entscheidung, die UN-Veranstaltungen ausfallen zu lassen, unterstreicht die Priorität, die der Kanzler den innerpolitischen Terminen einräumt. Die Hochrangwoche der Generalversammlung gilt traditionell als bedeutendes Forum für bilaterale Gespräche und multilaterale Diplomatie auf höchster Ebene.