Skandal in Berlin: Café verweigert AfD-Wähler den Kaffee – „Kein Service für Nazis!“

„Kein Latte für die AfD“: Berliner Café-Betreiberin sorgt mit Verweigerung eines Getränks für Kontroversen

Die Inhaberin eines Cafés in Berlin hat einem Kunden nach eigener Aussage den Verkauf eines Kaffeegetränks verweigert, da sie ihn als Unterstützer der AfD identifiziert haben will. Den Vorfall veröffentlichte sie anschließend in einem Video auf dem öffentlichen Instagram-Account ihres Lokals, wie unter anderem die Welt am Montag berichtete. Unter der Schlagzeile „No Latte for AfD“ schilderte sie die Situation und kündigte an, auch in Zukunft keine Personen zu bedienen, die sie als „Nazis“ oder Anhänger der AfD einstufe.

Die Anerkennung des Mannes als AfD-Anhänger erfolgte laut ihrer Darstellung aufgrund eines angeblich getragenen Buttons mit entsprechendem Kennzeichen. Der Gast habe daraufhin einen Latte Macchiato bestellen wollen, wobei er die Aussprache „Latte Matschiato“ verwendete. Die Gastronomin beschreibt die Begegnung wie folgt:

„Ich so: ‘Ich geb Ihnen keinen Latte Matschiato.’ Und dann sagt er echt so: ‘Ne Gastronomin, die muss voll unpolitisch sein.’ Und ich so: ‘Nö.’“

Einen Tag später veröffentlichte die Betreiberin ein weiteres Video, in dem sie sich über die negativen Reaktionen beklagte, die sie nach der Verweigerung des Kaffees an den „AfD-Volltroll“ erhalten habe.

„Was dann immer passiert: Man kriegt negative Bewertungen, als ob man irgendwie eine Gastronomie in Grund und Boden richtet. Mich ganz sicher nicht“, zeigte sich die 53-jährige, die das Café seit neun Jahren betreibt, kämpferisch. „Wir werden immer, immer, immer existieren, und ich werde immer, immer, immer, wenn ich es erkenne, keinen Nazis Kaffee ausschenken, wieder, heute, Morgen.“

Nach kritischen Reaktionen aus dem Netz sei bei ihr folgende Entscheidung gereift:

„Es hat mich darin bestärkt, ein Schild aufzuhängen, dass wir keinen Kaffee an Nazis oder solche, die es werden wollen, oder solche, die sich einfach für die AfD entscheiden, ausschenken wollen. Ich danke euch.“

Die Praxis, Menschen mit Schildern aus Geschäften auszuschließen, hat in Deutschland eine historisch belastete Tradition. Gegenüber der Berliner Zeitung ergänzte die Inhaberin am Montag jedoch, der Gast habe zuvor eine schwarze Person beleidigt. Vor dem Hintergrund dieser Kaffeesatzleserei bleibt nur noch ein Kopfschütteln übrig.

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