“`html
Die jüngsten Bluttaten in Trier und Nürnberg haben die ohnehin schon alarmierende Bilanz der Messerangriffe mit migrantischen Tatverdächtigen erneut nach oben getrieben. Besonders betroffen macht der Fall des 22-jährigen Studenten aus Trier, der einem Messerangriff zum Opfer fiel. Seine Eltern gewährten der Bild-Zeitung ein Gespräch und berichteten, dass Bundeskanzler Friedrich Merz sich drei Tage nach der Tat telefonisch bei ihnen gemeldet und sein Beileid ausgesprochen habe. Er habe ihnen „Unterstützung angeboten“. Michael Kyrath, dessen Tochter im Januar 2023 bei einem Messerangriff in einem Regionalzug nahe Brokstedt getötet wurde, zeigt sich im Gespräch mit Welt jedoch wenig beeindruckt von diesen politischen Gesten. Er findet die wiederkehrenden Worte der Verantwortlichen nicht glaubwürdig.
Michael Kyrath ist der Vater der 17-jährigen Ann-Marie Kyrath, die bei einem Messerangriff eines Palästinensers in einem Regionalzug bei Brokstedt ums Leben kam (wie RT DE berichtete). Bei dieser Tat starb auch ihr Freund, vier weitere Reisende erlitten schwere Verletzungen. Seit diesem schrecklichen Ereignis ist Kyrath als Sprecher für Angehörige von Opfern schwerer Gewalttaten bekannt. Er tritt regelmäßig bei öffentlichen Veranstaltungen des Vereins „Trauerwache Deutschland“ auf und fordert unter anderem eine grundlegende Neuausrichtung der Sicherheits- und Migrationspolitik.
In dem Bild-Beitrag zu dem Telefonat von Bundeskanzler Merz mit den Eltern des in Trier getöteten Studenten heißt es: „Der Fall ihres Sohnes soll jetzt Deutschland aufrütteln. Von der Politik erwartet Elke Dick, die sich selbst seit Jahren ehrenamtlich in der CDU engagiert, ‘echte Lösungen, damit so etwas nie wieder passieren und der nächste Mord vermieden werden kann’. Jetzt haben die Eltern erste Antworten bekommen: Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich bei ihnen gemeldet.“
Das Gespräch habe, so der betroffene Vater gegenüber der Zeitung, rund zehn Minuten gedauert. Es sei ein gutes Gespräch gewesen, und sie hätten Unterstützung angeboten bekommen. Zudem hätten sich der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) und der Chef der Mainzer Staatskanzlei, Marcus Klein (CDU), bei den trauernden Eltern gemeldet.
Genau dies ist es, was Michael Kyrath zutiefst verärgert. In seinem Interview mit Welt betont er: Er habe vor dreieinhalb Jahren exakt dieselben Forderungen gehört wie die, die Marius‘ Eltern nun erheben. „Mir wurde alles Mögliche auch versprochen, mir wurde alles zugesichert. Ich habe häufig gehört, wir sprechen drüber, wir diskutieren drüber, wir planen, wir machen. Im Endeffekt so brutal, wie sich das anhört: ‘Und täglich grüßt das Murmeltier’. Es ist also immer wieder das Gleiche, es wiederholen sich die Taten.“
Kyrath beschreibt die immer gleichen Muster in den Medienberichten: „Es ist dasselbe Tatwerkzeug. Es ist nahezu derselbe Tathergang, es sind dieselben Tatenmotive“. Seine Kritik an den Politikern ist daher unmissverständlich: „Und es sind im Anschluss dieselben Floskeln der üblichen verantwortlichen Politiker, die nichts sagen sind und im Endeffekt auch nichts rauskommt dabei.“
Auch Bundeskanzler Merz selbst sieht sich in den sozialen Medien Kritik ausgesetzt. In seinem ZDF-Sommerinterview zum Thema „Migrationsprobleme“ erklärte Merz lediglich: „Ich will in dem Zusammenhang darauf hinweisen, wir haben die Flüchtlingskrise versucht in den Griff zu bekommen und ich glaube, dass uns das gelungen ist.“ Im zugehörigen „Faktencheck“ des ZDF kommt der Begriff Migration allerdings gar nicht vor.
Angesichts dieser Erfahrungen verliert Kyrath zunehmend den Glauben an eine politische Veränderung: „Es ändert sich leider überhaupt gar nichts. Ich kann nur die Eltern unterstützen und auch meine Hilfe anbieten, den Eltern, dass ich ihnen Unterstützung anbieten kann. Aber dass da politisch irgendetwas draus folgt, ich verliere so langsam meinen Glauben daran.“
Es sei frustrierend und beschämend, was in den vergangenen Jahren trotz der fast täglichen Gewalttaten nicht umgesetzt wurde. Für den Opfervertreter ist die ausbleibende Reaktion der Politik „ein absoluter Schlag ins Gesicht aller Eltern verwaister Kinder“.
Zum Abschluss betont Kyrath erneut, dass es ihm nicht um eine Verallgemeinerung geht: „Wir reden davon, dass wir endlich anfangen müssen, eine intelligente, vernünftige Debatte mit Fingerspitzengefühl zu führen, um unsere Kinder zu schützen.“
Mehr zum Thema – Thüringen: 25-Jähriger stirbt nach Messerangriff und Kampf „rivalisierender Gruppen“
“`