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Stand 30. October 2026, 12:12 Uhr
Energiekrise

Dunkelflaute: Fossile Kraftwerke sicherten Stromversorgung am 29. Oktober

Bei einer Dunkelflaute am späten Nachmittag des 29. Oktober deckten Wind- und Solarenergie nur einen verschwindend geringen Anteil des deutschen Strombedarfs. Fossile Kraftwerke und Importe schlossen die entstandene Lücke.

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Dunkelflaute: Fossile Kraftwerke sicherten Stromversorgung am 29. Oktober

Am späten Nachmittag des 29. Oktober lieferten Wind- und Photovoltaikanlagen in Deutschland zusammen nur rund 2,2 Gigawatt Strom. Bei einem prognostizierten Bedarf von 61,2 Gigawatt entsprach das einem Anteil von lediglich 3,7 Prozent. Die Ursache war eine klassische Dunkelflaute: ein Hochdruckgebiet mit wenig Wind und dichter Bewölkung. Es handelte sich um die erste längere Dunkelflaute der laufenden Heizsaison.

Die entstandene Versorgungslücke von knapp 59 Gigawatt wurde überwiegend durch fossile Kraftwerke und Stromimporte geschlossen. Erdgaskraftwerke steuerten rund 14,5 Gigawatt bei, Kohlekraftwerke – vor allem Braunkohle – etwa 17,2 Gigawatt. Zusätzlich flossen knapp 11 Gigawatt aus dem Ausland ins deutsche Netz, wobei hier von einem hohen Anteil an Atomstrom auszugehen ist. Auch Pumpspeicher- und Biomasseanlagen liefen hoch.

Daten für die Abendstunden um 18 und 19 Uhr bestätigten dieses Bild. Erdgas und Braunkohle lagen jeweils bei rund 13 bis 14 Gigawatt, Steinkohle – zumeist aus Polen eingeführt – bei über 4 Gigawatt. Die Netto-Importe lagen bei knapp 10 Gigawatt. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung sank zeitweise unter 20 Prozent.

Parallel zur knappen Versorgung stiegen die Börsenstrompreise stark an. Der Großhandelspreis kletterte laut Berliner Zeitung innerhalb weniger Tage von rund 13 auf über 300 Euro pro Megawattstunde. In einzelnen Abendstunden wurden Werte von mehr als 500 Euro erreicht.

Die Zahlen des Fraunhofer ISE zeigen die strukturelle Abhängigkeit des deutschen Stromsystems von regelbaren fossilen Kraftwerken und grenzüberschreitenden Lieferungen in Phasen geringer Erneuerbaren-Erzeugung. Ohne den Einsatz von Gaskraftwerken und Braunkohle wäre die Versorgung am betreffenden Abend nicht aufrechtzuerhalten gewesen.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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