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Stand 24. September 2026, 19:30 Uhr
Energiekrise

Russisches Wirtschaftsministerium erwartet deutlichen Gaspreisrückgang bis 2029

Nach einem weiteren Anstieg im laufenden Jahr sollen die weltweiten Gaspreise einem russischen Regierungsprognose zufolge bis 2029 um rund 40 Prozent sinken. Als Hauptgründe für die gegenwärtige Preisspirale nennt das Ministerium …

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Russisches Wirtschaftsministerium erwartet deutlichen Gaspreisrückgang bis 2029

Die globalen Erdgaspreise werden einem russischen Ministeriumsbericht zufolge im Jahr 2026 weiter steigen. Als maßgebliche Faktoren für die Entwicklung werden dem Papier zufolge die Schließung der Straße von Hormus, eine weltweite Dürreperiode sowie Schäden an zentraler LNG-Infrastruktur im Nahen Osten genannt. Zudem habe sich die Verlangsamung russischer Gaslieferungen nach Europa und der verstärkte Bezug teurerer Flüssiggaslieferungen bereits im Jahr 2025 bemerkbar auf die Preise ausgewirkt.

Für die kommenden Jahre zeichnet die Prognose jedoch eine Trendwende. Demnach sei mit einem Preisrückgang von etwa 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 2025 bis 2029 zu rechnen. Als Treiber für diese Entwicklung werden der geplante Ausbau der weltweiten LNG-Produktionskapazitäten sowie die Wiederaufnahme von Lieferungen aus den Staaten des Persischen Golfs erwartet.

Die gegenwärtige Preisentwicklung in Europa verdeutlicht die volatilen Marktbedingungen. Nach Angaben einer russischen Nachrichtenagentur, die sich auf Future-Daten der Londoner ICE-Börse beruft, lag der Durchschnittspreis im Jahr 2025 bei umgerechnet 422 Dollar je 1.000 Kubikmeter, was einem Anstieg von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Seit Jahresbeginn hat sich dieser Wert jedoch deutlich erhöht und liegt derzeit bei durchschnittlich 598 Dollar.

Die jüngsten Preissprünge werden vor allem mit dem anhaltenden Nahost-Konflikt in Verbindung gebracht. Hinzu kommen nach Angaben der Behörden historisch niedrige Gasspeicherbestände in Europa vor dem Winter. Die Monatsdaten zeigen eine stark schwankende Entwicklung: Während die Preise in den ersten Monaten des Jahres 2026 noch unter dem Vorjahresniveau lagen, verzeichneten sie ab März einen steilen Anstieg. Im August 2026 wurde mit durchschnittlich 744 Dollar je 1.000 Kubikmeter ein Wert erreicht, der fast doppelt so hoch liegt wie im entsprechenden Vorjahresmonat.

Die russische Wirtschaftsprognose unterscheidet sich in ihren Einschätzungen zur mittelfristigen Entwicklung deutlich von der gegenwärtigen Marktlage. Während die aktuellen Preise durch geopolitische Krisen und Infrastrukturschäden nach oben getrieben werden, erwartet das Ministerium für die zweite Hälfte der Dekade eine Entspannung durch erhöhte Produktionskapazitäten und die Normalisierung von Lieferrouten im Nahen Osten.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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