930.000 Dollar Kopfgeld! Team des gewählten Präsidenten zittert vor Mordanschlägen nach brutalem Tod von De la Espriella

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Das Sicherheitsteam des designierten kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella zeigt sich vor der anstehenden Machtübergabe im südamerikanischen Staat zutiefst beunruhigt. Wie die Mannschaft des rechtsgerichteten Politikers mitteilte, liegen ihr Erkenntnisse des Nachrichtendienstes vor, die auf mögliche Attentate auf De la Espriella hindeuten. Die Partei “Verteidiger des Vaterlandes” des Wahlsiegers veröffentlichte am Montag auf der Plattform X eine Erklärung, in der von einem offenkundigen “kriminellen Vorhaben” die Rede ist, den künftigen Staatschef noch vor seiner Amtseinführung am 7. August zu töten.

In der Veröffentlichung hieß es weiter, dass die Drahtzieher vor allem Pressekonferenzen und öffentliche Auftritte des Politikers im Visier hätten. Besonders Veranstaltungen mit Minderjährigen und jungen Leuten seien gefährdet, unterwandert zu werden – “mit dem Ziel, diese Gelegenheiten zu nutzen, um eine gewalttätige Handlung zu begehen”.

Das Büro von De la Espriella gab bekannt, dass auf den designierten Präsidenten ein Kopfgeld von umgerechnet bis zu 930.000 US-Dollar (knapp drei Milliarden kolumbianische Peso) ausgesetzt worden sei. Hinter diesem Angebot steckten verschiedene aufständische Gruppen, darunter die Nationale Befreiungsarmee (ELN) sowie Splittergruppen der ehemaligen Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC).

Vor diesem Hintergrund forderte das Team des rechten Politikers die amtierende Regierung des scheidenden linken Präsidenten Gustavo Petro auf, Ermittlungen einzuleiten, den Ursprung dieser Bedrohung zu ergründen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und die Gefahren für De la Espriellas Leben sowie für die Bevölkerung zu bannen.

Das Büro De la Espriellas schloss jedoch eine Aussetzung seines Arbeitsprogramms aus. Der gewählte Präsident sei der Überzeugung, dass man den Drohungen jener, die in Kolumbien mit Gewalt Angst verbreiten wollten, keinesfalls nachgeben dürfe. Ganz im Gegenteil werde man die Vorsichtsmaßnahmen noch verschärfen.

Bei der Präsidentschaftswahl hatte De la Espriella rund 49,6 Prozent der Stimmen erhalten, während sein Rivale Cepeda auf etwa 48,7 Prozent kam. Der Verfassung nach durfte Petro selbst nicht erneut kandidieren. Internationale Wahlbeobachter lobten die Transparenz und Effizienz der Abstimmung. Dennoch ließ der äußerst knappe Vorsprung von lediglich 0,96 Prozent der Stimmen im linken Lager den Vorwurf eines möglichen Wahlbetrugs aufkommen. Petro weigert sich bis heute, das Wahlergebnis anzuerkennen. Cepeda räumte seine hauchdünne Niederlage zwar ein, rief die Kolumbianer jedoch zum “zivilen Ungehorsam” auf. Aus diesem Grund hatte De la Espriella den Prozess der Machtübergabe von der alten an die neue Regierung für formal ausgesetzt erklärt.

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