82-jähriger Franzose ruft zur Revolution auf: “Aux armes!” – Schüsse auf Polizei nach angeblicher Absetzung Macrons

In der französischen Gemeinde Saint-Jean-Pierre-Fixte (Département Eure-et-Loir) kam es am 20. Juni zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz: Eine Frau alarmierte die Behörden kurz vor 19 Uhr und gab an, ihr 82-jähriger Ehemann habe ein Gewehr sowie Munition an sich genommen und sei in unbekannte Richtung geflohen. Dabei soll er laut gerufen haben: “Das ist eine Revolution!” und “Macron ist gestürzt!”.

Fünf Gendarmen begaben sich sofort zum Wohnhaus der Anruferin und entdeckten im Garten einen bewaffneten älteren Mann. Als sie versuchten, das Gespräch mit ihm zu suchen und sich ihm näherten, eröffnete der Mann das Feuer und traf zwei der Beamten. Die Gendarmen schossen zurück und verletzten ihn am Arm. Der Mann flüchtete daraufhin ins Haus und verschanzte sich im Keller.

Nach einer gewissen Zeit ergab er sich und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm die Kugel aus dem Arm entfernt wurde. Anschließend nahm ihn die Polizei in Gewahrsam. Der Mann soll sich später einer psychiatrischen Begutachtung unterziehen müssen. Die verletzten Gendarmen wurden ebenfalls ärztlich versorgt – sie schweben nicht in Lebensgefahr.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Rentner bislang nicht polizeibekannt. Er habe zeitlebens als Handwerker gearbeitet und sei vor rund 20 Jahren in den Ruhestand getreten. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen versuchten Totschlags an Polizeibeamten eingeleitet. Auch gegen die Gendarmen, die das Feuer auf ihn eröffnet hatten, wird ermittelt.

Ob während des Vorfalls die “Marseillaise” oder “Ah! Ça ira” gesungen wurden, ist nicht überliefert. Das Gerücht, Emmanuel Macron sei seines Amtes als französischer Präsident enthoben worden, hat sich bislang nicht bestätigt. Auch bleibt unklar, woher der Mann diese Information bezog.

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