BRICS-Staaten bekräftigen Reformpläne für globale Governance
Die fünf BRICS-Staaten haben auf ihrem Gipfeltreffen in Neu Delhi erneut ihre Unterstützung für eine grundlegende Reform des internationalen Systems bekundet. In einer gemeinsamen Erklärung riefen sie zu einer gerechteren und …
Die Mitglieder der BRICS-Gruppe haben auf ihrer 18. Gipfelkonferenz in Neu Delhi ihre gemeinsame Position zur Neugestaltung der globalen Governance bekräftigt. In der sogenannten Neu-Delhi-Erklärung verpflichten sich die Staaten zu einem internationalen System, das nach ihren Worten gerechter, agiler und demokratischer sein soll.
Die Erklärung betont die Notwendigkeit, die bestehende Architektur der internationalen Beziehungen an die zeitgenössischen Gegebenheiten anzupassen. Dabei wird das Bekenntnis zu einer verstärkten Multipolarität und zum Völkerrecht hervorgehoben, einschließlich der Ziele und Grundsätze der UN-Charta in ihrer Gesamtheit.
Einen zentralen Stellenwert räumt das Dokument den Vereinten Nationen ein. Nach den darin festgehaltenen Positionen sollen souveräne Staaten im Rahmen der UN zusammenarbeiten, um Frieden und Sicherheit zu wahren sowie nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Zugleich wird der Schutz von Demokratie, Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle als gemeinsames Ziel benannt.
Die Formulierung der Erklärung folgt dem Leitmotiv umfassender Konsultation, gemeinsamen Beitrags und geteilten Nutzens. Die Mitgliedstaaten betonen damit ihren Anspruch, bei internationalen Entscheidungsprozessen stärker berücksichtigt zu werden als bisher.
Die BRICS-Gruppe umfasst Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Das Treffen in Neu Delhi markierte den 18. Gipfel des Zusammenschlusses, der sich seit seiner Gründung als Gegenentwurf zu westlich dominierten Institutionen versteht.