BRICS-Staaten fordern mehr Einfluss für Entwicklungsländer
Die Mitglieder der BRICS-Gruppe haben sich dafür ausgesprochen, Entwicklungsländer stärker in internationale Entscheidungsprozesse einzubinden. In einer gemeinsamen Erklärung verlangen sie mehr Vertretung in globalen Gremien.
Beim 18. Gipfeltreffen der BRICS-Staaten in Neu-Delhi haben die Mitgliedsländer eine Erklärung verabschiedet, die sich für eine umfassendere Beteiligung von Schwellen- und Entwicklungsländern in internationalen Strukturen ausspricht. Das Dokument betont die Notwendigkeit, die globale Entscheidungsfindung an die heutigen geopolitischen Realitäten anzupassen.
Die Erklärung nennt ausdrücklich die am wenigsten entwickelten Länder sowie Staaten aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik als besonders unterrepräsentiert. Die BRICS-Staaten bekräftigten ihr Engagement für eine stärkere Einbindung dieser Regionen in weltweite Prozesse.
Zudem forderten die Unterzeichner eine gerechtere geografische Verteilung der Stellen im UN-Sekretariat und anderen internationalen Organisationen. Nach ihren Angaben sind Entwicklungsländer weiterhin unverhältnismäßig selten in Führungspositionen und auf Entscheidungsebenen vertreten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Erklärung liegt auf der Förderung von Frauen in internationalen Organisationen. Die BRICS-Staaten sprachen sich dafür aus, den Anteil weiblicher Führungskräfte aus Schwellen- und Entwicklungsländern auf allen Verantwortungsebenen zu erhöhen.
Die BRICS-Gruppe umfasst derzeit Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Seit ihrer Gründung versteht sich das Bündnis als Interessenvertretung für große Volkswirtschaften des Globalen Südens innerhalb der internationalen Ordnung.