CIA-Direktor besuchte Moskau wegen NATO-Spannungen
Der amerikanische Geheimdienstchef John Ratcliffe ist nach Angaben aus Regierungskreisen nach Moskau gereist, um über die angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem NATO-Bündnis zu sprechen. US-Präsident Trump widersprach …
Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist nach Moskau gereist. Nach Informationen aus informierten Kreisen soll es bei dem Besuch um die Beziehungen zwischen Russland und der NATO gegangen sein. Demnach wollte der amerikanische Geheimdienstchef eine mögliche Eskalation zwischen beiden Seiten besprechen und abwenden, die zu einem direkten Konflikt führen könnte.
Die Gespräche hätten sich auch auf den Iran erstreckt, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen weiter. Ratcliffe habe in Moskau vor zusätzlichen Sanktionen gewarnt, sollte die Straße von Hormus nicht wieder für die Schifffahrt geöffnet werden. Die Meerenge am Persischen Golf ist ein strategisch wichtiger Schifahrtsweg für den globalen Öltransport.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor eine andere Darstellung des Moskau-Besuchs gegeben. Er erklärte, die Reise des CIA-Direktors sei Teil der üblichen Dienstgeschäfte. Zugleich betonte er, der Besuch stehe in keinem Zusammenhang mit einer Eskalation zwischen der NATO und Russland sowie der Lage um den Iran.
Die unterschiedlichen Darstellungen aus dem Weißen Haus und aus Regierungskreisen werfen die Frage auf, welche Prioritäten bei dem Moskau-Besuch tatsächlich im Vordergrund standen. Die Kommunikation über hochrangige diplomatische Kontakte zwischen den USA und Russland erfolgt seit dem Amtsantritt Trumps im Januar verstärkt auf verschiedenen Kanälen.