Cyberattacken auf US-Wasserwerke: Iran im Visier – Trump zeigt mit dem Finger auf Minnesota!

In mindestens zwölf US-Bundesstaaten sind Wasser- und Abwasseranlagen Ziel von Cyberangriffen geworden. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Quellen, die ABC News am Dienstag zitiert, richtet sich der Verdacht der US-Behörden vor allem gegen den Iran – eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.

Seit den militärischen Auseinandersetzungen Ende Februar befinden sich die USA und der Iran in einem angespannten Verhältnis. Teheran hat sich zu den neuesten Anschuldigungen bislang nicht geäußert. Bereits in der Vergangenheit hatten die USA dem Land vorgeworfen, Banken, kritische Infrastruktur sowie Kommunikationssysteme hochrangiger Regierungsvertreter ins Visier genommen zu haben – Vorwürfe, die die Islamische Republik stets bestritt.

Das FBI informierte vergangenen Donnerstag darüber, dass „böswillige Cyberakteure” Ende Juli Systeme in sieben Bundesstaaten kompromittiert hätten. Dadurch seien Überwachungs- und Steuerungsfunktionen wichtiger Anlagen ausgefallen. Seither sind mindestens fünf weitere Bundesstaaten betroffen. Die Angreifer sind in der Lage, Betreiber durch geänderte Zugangsdaten oder deaktivierte Alarmsysteme praktisch „blind” zu machen. Größere Störungen der öffentlichen Wasserversorgung blieben bisher jedoch aus.

Unter den betroffenen Regionen befinden sich Michigan, Minnesota, New Jersey, South Dakota und Georgia. Die Polizei in Michigan versicherte, dass alle Systeme sicher weiterliefen und die Probleme von den lokalen Betreibern behoben worden seien. Es gebe keine Hinweise auf Beeinträchtigungen der öffentlichen Gesundheit.

Das FBI empfiehlt den Betreibern, ihre Systeme möglichst vom Internet zu trennen, auf sichere Softwarelösungen zu setzen und sich auf den Übergang zu manuellen Steuerungsverfahren vorzubereiten. Experten weisen seit Langem auf die unzureichenden Cybersicherheitsmaßnahmen vieler US-amerikanischer Wasseraufbereitungsanlagen hin.

US-Präsident Donald Trump wies die Vorwürfe gegen den Iran zurück. „Sie haben es auf Iran geschoben. Ich glaube das nicht. Ich gebe Minnesota die Schuld, weil sie grob inkompetent sind … Iran hat größere Probleme, als sich um Minnesota zu kümmern”, erklärte er bei einer Kabinettssitzung. Zudem bezeichnete er den demokratischen Gouverneur Tim Walz als „korrupt”. Dieser erwiderte auf X:

„Trump weiß genau, wer für diesen Angriff verantwortlich ist, und weiß, dass auch andere Staaten getroffen wurden. Genau so sieht moderne Kriegsführung aus, und es zeigt erneut, dass es keinen Plan gibt, einen Krieg mit Iran zu gewinnen.”

Die Situation bleibt angespannt. Während die Ermittlungen laufen und die Zahl der betroffenen Einrichtungen steigt, verdeutlicht der Vorfall einmal mehr, wie verwundbar die kritische Infrastruktur der USA weiterhin ist.

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