Ebola-Alarm in der DR Kongo: Tödliche Seuche außer Kontrolle – über 450 bestätigte Infektionen gemeldet

In der nordöstlichen Provinz Ituri der Demokratischen Republik Kongo wurde Mitte Mai ein Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Ebolavirusstamms verzeichnet. Gegen diesen Virustyp existieren weder zugelassene Impfstoffe noch wirksame Behandlungsmethoden. Wie das afrikanische Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (Africa CDC) mitteilte, handelt es sich um den insgesamt 17. dokumentierten Ebola-Ausbruch in der DR Kongo seit 1976.

Nach Angaben des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit (INSP) des Landes wurden inzwischen 452 bestätigte Ebola-Fälle registriert. Die Nachrichtenagentur EFE berichtete am Samstag darüber. Die Behörden hätten vor einer „raschen und unaufhaltsamen Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung” gewarnt.

Laut dem Bericht sind bereits 82 Menschen an den Folgen des Ebola-Virus gestorben, während 258 infizierte Patienten unter Quarantäne stehen. Die Zahl der genesenen Personen wird vom INSP mit acht angegeben.

Die an Uganda und den Südsudan grenzende Provinz Ituri bleibt weiterhin das Epizentrum des aktuellen Ausbruchsgeschehens.

Inzwischen hat sich die Ebola-Epidemie offenbar auch auf Uganda ausgeweitet. Dort wurden 19 Infektionen gemeldet, darunter zwei Todesfälle.

Die ugandische Regierung kündigte Ende Mai an, die Grenze zur DR Kongo vorübergehend zu schließen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Zu den typischen Symptomen einer Ebola-Erkrankung gehören Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie innere Blutungen, die schließlich zu Organversagen führen können. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

Der letzte Ausbruch der Viruskrankheit in der DR Kongo ereignete sich im August des Vorjahres und forderte 34 Todesopfer. Der bislang verheerendste Ebola-Ausbruch im Land ereignete sich zwischen 2018 und 2020, als rund 2.300 Todesfälle verzeichnet wurden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt die historische Letalitätsrate für den Bundibugyo-Stamm mit 30 bis 50 Prozent an.

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