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Stand 2. September 2026, 10:57 Uhr
International

Frankreich bestellt russischen Diplomaten nach Leipzig-Vorwürfen ein

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Paris einbestellt. Anlass sind die deutschen Vorwürfe gegen Moskau im Zusammenhang mit Vorfällen am Flughafen Leipzig.

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Frankreich hat nach eigenen Angaben einen Vertreter der russischen Botschaft in Paris ins Außenministerium zitiert. Außenminister Jean-Noël Barrot begründete den Schritt mit Informationen, die deutsche Stellen Paris übermittelt hätten. Barrot erklärte, er habe den russischen Geschäftsträger empfangen, um den „entschiedensten Protest" zu äußern.

Hintergrund sind Vorfälle am Flughafen Leipzig in Deutschland. Die deutsche Regierung hat Russland offiziell für eine Attacke mit Drohnen auf den Flughafen verantwortlich gemacht. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte, Berlin sehe Moskau als Urheber des Vorfalls an.

Als Reaktion auf die deutschen Vorwürfe war bereits der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, ins Auswärtige Amt in Berlin einbestellt worden. Die russische Seite hat die Vorwürfe bislang zurückgewiesen.

Der Vorfall in Leipzig hat zu einer Verschärfung der diplomatischen Spannungen zwischen Russland und westlichen Staaten geführt. Mit der Einbestellung des russischen Diplomaten in Paris schließt sich Frankreich den Protesten Deutschlands an und verstärkt den diplomatischen Druck auf Moskau.

Die genauen Umstände des Vorfalls am Flughafen Leipzig sind öffentlich bislang nicht im Detail dargestellt worden. Die deutschen Behörden haben nach eigenen Angaben jedoch ausreichende Erkenntnisse, um Russland die Verantwortung zuzuweisen.

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