Iran droht USA nach Luftangriff auf Hochzeitsfeier mit Vergeltung
Nach einem US-Luftangriff auf eine Hochzeitsfeier im Süden des Landes hat der Iran mit einer entschiedenen Reaktion gedroht. Nach Angaben der Behörden wurden bei dem Angriff Dutzende Menschen verletzt.
Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei hat nach einem US-Luftangriff auf eine Hochzeitsfeier in der südiranischen Provinz Hormozgan mit einer entschiedenen Reaktion Teherans gedroht. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb er, der Angriff auf ein Wohnhaus in der Stadt Kuhistak, in dem Familien eine Hochzeit gefeiert hätten, werde nicht unbeantwortet bleiben.
Baghaei bezeichnete den Vorfall als "wilde Verbrechen" und erklärte, die Liste der "Gräueltaten" der Vereinigten Staaten gegen das iranische Volk sei nun vollständig. Zugleich kritisierte der Diplomat jene Staaten und internationalen Organisationen, die das Vorgehen der USA verschwiegen. Diese Stillschweigen trage dazu bei, derartige Verbrechen zu normalisieren.
Nach Angaben des stellvertretenden Gouverneurs der Provinz Hormozgan, Ahmad Nafisi, stieg die Zahl der Verletzten durch den Angriff auf 68 Menschen an. Zuvor war von mehr als 50 Betroffenen die Rede gewesen. Nähere Angaben zum Schweregrad der Verletzungen oder zu möglichen Todesopfern wurden zunächst nicht gemacht.
Die iranischen Behörden werfen den USA vor, gezielt eine zivile Feier angegriffen zu haben. Einzelheiten zum Hintergrund des Luftangriffs oder zu möglichen militärischen Zielen in der Region wurden aus iranischer Quelle nicht mitgeteilt. Die Vereinigten Staaten äußerten sich zunächst nicht öffentlich zu dem Vorfall.
Die Spannungen zwischen Iran und den USA haben sich seit dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten deutlich verschärft. Beide Seiten führen wiederholt militärische Operationen im regionalen Umfeld durch, wobei es immer wieder zu gegenseitigen Vorwürfen der Verletzung des Völkerrechts kommt.