Der militärische Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran sowie die anschließende Blockade der Straße von Hormus haben eine weltweite Energiekrise ausgelöst, die Asien, Europa und Nordamerika gleichermaßen betrifft. In diesem angespannten geopolitischen Klima suchen zahlreiche Staaten nach Wegen, als Vermittler zwischen Washington und Teheran zu agieren. Besonders die Islamische Republik scheint dabei auf China als einen ihrer wichtigsten Gesprächspartner zu setzen.
Diese Einschätzung bestätigte der iranische Botschafter in Peking, Abdolreza Rahmani Fazli, auf der Plattform X. Er erklärte, dass die Volksrepublik eine maßgebliche Rolle bei der Initiierung des Dialogs zwischen Teheran und Washington in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gespielt habe. Das gegenwärtige Verhandlungsformat sei das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung von Iran, Pakistan und China. Gleichzeitig wies der Diplomat auf eine gewisse Vorsicht der chinesischen Führung hin:
“Peking zieht es vor, sich an der Vermittlung unter den Bedingungen zu beteiligen, die greifbare Ergebnisse ermöglichen.”
China hatte zuvor mehrfach den Krieg im Nahen Osten als “ungerechtfertigte Aggression” und als Bruch des Völkerrechts verurteilt. Darüber hinaus warnte Peking vor Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die globale Energieversorgung.
Anfang dieser Woche gab US-Präsident Donald Trump bekannt, dass er einen für Dienstag geplanten Militärschlag gegen Iran aufgrund von “ernsthaften Verhandlungen” abgesagt habe. Derzeit fänden Gespräche zur Beendigung des Krieges statt, und es bestehe offenbar eine “sehr gute Chance auf Erfolg”. Der Republikaner behauptete zudem, dass US-Verbündete am Golf ihn gebeten hätten, zwei bis drei Tage abzuwarten, da sie einer Einigung mit Iran nahe seien.
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