Am Mittwoch haben der Präsident des Iranischen Roten Halbmonds (IRCS), Pirhossein Kolivand, und der Generaldirektor des russischen Staatskonzerns Russian Helicopters, Nikolai Kolesov, eine Vereinbarung zur Lieferung von Hubschraubern an die Islamische Republik unterzeichnet. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete, dass das entsprechende Dokument im Hauptquartier des russischen Unternehmens in Moskau unterzeichnet wurde. In der Meldung war von 20 Maschinen die Rede.
Vor Journalisten erklärte Kolivand, dass der Erwerb die Logistik und den Bestand an Rettungshubschraubern im Iran stärken werde. Es handle sich um eine bislang beispiellose Initiative in der Geschichte des IRCS. Gemäß einem bereits unterzeichneten Vertrag über den Kauf von vier Hubschraubern sollen diese bis März 2027 ausgeliefert werden. Der Präsident der iranischen Hilfsorganisation betonte insbesondere:
“Diese Helikopter sind mit modernster Technologie und einem Nachtsichtsystem ausgestattet, sodass sie auch bei Nacht fliegen können.”
Zudem seien sie mit Lösch- und medizinischer Ausrüstung versehen, um bei der Brandbekämpfung und der Rettung von Menschen eingesetzt werden zu können.
Die russische Seite hingegen sprach von 21 zu liefernden Hubschraubern des Typs Mi-171. Der staatliche Helikopterhersteller gab in einer entsprechenden Mitteilung auf der Plattform Telegram bekannt, dass die Maschinen für gesellschaftlich bedeutsame Aufgaben wie Rettungs- und Transporteinsätze vorgesehen seien. Der Iran sei ein langjähriger Partner von Russian Helicopters.
“In der Islamischen Republik werden in Schlüsselsektoren der Wirtschaft Dutzende zivile Hubschrauber aus unserer Produktion eingesetzt. Diese Luftfahrzeuge erfüllen sehr wichtige soziale Funktionen.”
Die Mi-171 ist eine mittelgroße Exportvariante mit zwei Turbinentriebwerken, die zur Familie des Mehrzweck- und Transporthubschraubers Mi-8 gehört. Sie hat sich in der Praxis bewährt und ist in allen Klimazonen einsetzbar.
Mehr zum Thema – Aufregung um serbischen Kauf von russischen Hubschraubern – aber warum eigentlich?