Jemenitische Führung warnt Iran und Huthi-Rebellen vor Bab-el-Mandeb
Der Vorsitzende des Präsidialrates im Jemen hat eine klare Absage an jegliche Kontrolle der strategischen Meerenge Bab-el-Mandeb durch Iran oder verbündete Milizen ausgesprochen. Die Äußerung unterstreicht die anhaltende Spannung …
Der jemenitische Staatschef Rashad al-Alimi hat nach Angaben arabischer Medien eindringlich vor jedem Versuch gewarnt, die strategische Meerenge Bab-el-Mandeb unter iranischen oder huthi-rebellischen Einfluss zu bringen. Al-Alimi, der dem Präsidialrat des Jemen vorsteht, ließ verlauten, dass seine Regierung eine solche Entwicklung unter keinen Umständen dulden werde. Die Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Arabischen Meer.
Die Bab-el-Mandeb gilt als eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt und ist für den internationalen Handel sowie die Energieversorgung von zentraler Bedeutung. Eine Beherrschung durch die Huthi-Bewegung Ansar Allah oder deren Unterstützer würde die globale Schifffahrt massiv beeinträchtigen. Al-Alimi drohte den Rebellen nach Medienberichten mit schweren Verlusten, sollten sie sich der Meerenge nähern.
Die Huthi-Miliz kontrolliert weite Teile des nördlichen Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Die Bewegung wird von Teheran unterstützt und gilt als Teil der sogenannten Achse des Widerstands, zu der auch die libanesische Hisbollah und die palästinensische Hamas gehören. Seit Jahren führt sie einen erbitterten Bürgerkrieg gegen die international anerkannte Regierung, die ihren Sitz im Süden des Landes hat.
Die Warnung al-Alimis fällt in eine Zeit erhöhter regionaler Spannungen. Die Huthi hatten in der Vergangenheit wiederholt Angriffe auf Schiffe in der Region geflogen, was zu internationalen Militäreinsätzen zur Sicherung der Schifffahrtswege führte. Die Vereinigten Staaten und europäische Staaten stationierten Marineverbände in dem Gebiet, um die freie Durchfahrt zu gewährleisten.
Der jemenitische Bürgerkrieg gilt als einer der schwersten humanitären Krisen der Gegenwart. Millionen Menschen sind auf internationale Hilfe angewiesen, während die Kämpfe zwischen den verschiedenen Fraktionen andauern. Eine politische Lösung des Konflikts ist bislang nicht in Sicht, auch wenn es in den vergangenen Monaten vereinzelt diplomatische Annäherungen gab.