Trump gibt keinen Zeitrahmen für Ende des Konflikts mit Iran an
Der US-Präsident hat sich ungewiss über die Dauer der gegenwärtigen Spannungen mit Iran geäußert. Zugleich deuten militärische Entscheidungen auf eine längere Konfrontation hin.
US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass er keine Prognose über das Ende der gegenwärtigen Auseinandersetzungen mit Iran abgeben kann. Auf eine entsprechende Frage von Journalisten im Weißen Haus antwortete er: "Ich weiß nicht, ich kann es Ihnen nicht sagen." Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, dass der Konflikt so gelöst werde, dass sein Nachfolger im Amt nicht mehr mit diesem Problem befasst sein müsse.
Die Unsicherheit über den Zeitrahmen wird durch eine Entscheidung im Verteidigungsministerium verstärkt. Wie aus Regierungskreisen verlautete, hat Verteidigungsminister Pete Hegseth die Truppenpräsenz im Nahen Osten verlängert. Diese Maßnahme wurde demnach ohne große öffentliche Bekanntmachung umgesetzt und wird als Indiz dafür gewertet, dass die militärische Konfrontation sich möglicherweise bis ins kommende Jahr hineinziehen könnte.
Die Einschätzung der Lage durch Trump steht im Kontrast zu früheren Äußerungen, in denen er von einem raschen Erfolg gesprochen hatte. Nach Darstellung einer US-Zeitung befindet sich der Präsident zunehmend in einer Konfliktlage, die er weder kontrollieren noch überwinden könne. Das Blatt hatte berichtet, dass Trump trotz eigener Siegeserklärungen in eine militärische und diplomatische Sackgasse geraten sei.
Die anhaltende Militärpräsenz der USA in der Region und die ausbleibende Perspektive auf eine diplomatische Lösung belasten die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Teheran. Die iranische Führung hatte wiederholt erklärt, auf äußeren Druck nicht mit Verhandlungen reagieren zu wollen.