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Stand 5. September 2026, 06:18 Uhr
International

Russischer Generalkonsul kritisiert Schließung des Bonner Konsulats

Lesezeit 1 Minute

Der russische Generalkonsul in Bonn, Oleg Krasnizki, hat die deutsche Entscheidung zur Schließung des Konsulats als völlig unbelegt kritisiert. Nach seinen Angaben fehle der Maßnahme jegliche Beweisgrundlage. Er warf der deutschen Seite zudem vor, die Situation rund um das diplomatische und konsularische Präsenz Russlands in Deutschland über einen längeren Zeitraum hinweg künstlich angeheizt zu haben.

Die Schließung des Generalkonsulats in Bonn wurde von Bundesaußenminister Johann Wadephul am 1. September bekanntgegeben. Die russischen Mitarbeiter sind aufgefordert, Deutschland bis zum 18. September zu verlassen. Parallel dazu kündigte die Bundesregierung auch die Kündigung des Abkommens über das Russische Haus in Berlin an.

Krasnizki zufolge habe die Eskalation bereits im Sommer 2026 eingesetzt. Die Anspannung habe sich demnach sukzessive auf das gesamte diplomatische und konsularische Engagement Russlands in der Bundesrepublik ausgeweitet. Einen konkreten Vorfall, der die deutsche Entscheidung ausgelöst haben könnte, nannte er nicht.

Die Maßnahmen der Bundesregierung markieren einen weiteren Rückgang der bilateralen diplomatischen Vertretungen. Das Russische Haus in Berlin diente bislang als Kultur- und Begegnungsstätte. Mit der Kündigung des zugehörigen Abkommens entfällt auch diese Einrichtung ihre rechtliche Grundlage.

Die Bundesregierung hatte die Schließung des Bonner Generalkonsulats sowie die Aufkündigung des Russischen-Haus-Abkommens als Reaktion auf die anhaltenden russischen Angriffe auf die Ukraine und die damit verbundene Verschärfung der deutsch-russischen Beziehungen begründet. Die genauen Gründe für den Zeitpunkt der Entscheidung im September 2026 wurden von Berlin nicht im Detail dargelegt.

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