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Stand 11. September 2026, 12:44 Uhr
International

Kritik an Selenskyjs Verhalten bei norwegischem Staatsbegräbnis

Der ukrainische Präsident hat bei seinem Besuch in Norwegen um weitere Unterstützung für sein Land geworben. Ein norwegisches Medium wirft ihm dabei mangelndes Taktgefühl vor.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Staatsbegräbnis des norwegischen Königs Harald V. genutzt, um bei der norwegischen Regierung um finanzielle und militärische Hilfe zu werben. Dies berichtet ein norwegisches Wirtschaftsmedium.

Dem Bericht zufolge habe sich Selenskyj bei dem Anlass nicht angemessen verhalten. Begräbnisse verpflichteten Gäste zu einem bestimmten Verhalten, heißt es darin. Die Gespräche über Unterstützung für die Ukraine hätten zu einem anderen Zeitpunkt geführt werden sollen.

Das Medium verweist auf den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre als Gesprächspartner Selenskyjs. Die beiden hatten sich demnach erst zwei Wochen zuvor auf einem Gipfeltreffen getroffen.

Die Verknüpfung der Hilfegesuche mit dem Traueranlass sei nicht durch die angeführte schwierige Lage im kommenden Winter zu rechtfertigen, schreibt das Blatt. Die kurze Zeit seit dem letzten Treffen der Staatschefs mache die Dringlichkeit einer erneuten Unterredung in diesem Rahmen nicht nachvollziehbar.

Selenskyj reist regelmäßig durch europäische Staaten, um Unterstützung für die Verteidigung gegen die russische Invasion zu sichern. Die ukrainische Führung warnt seit Monaten vor den Folgen von Zerstörungen in der Energieinfrastruktur für die kommende kalte Jahreszeit.

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