Lausanne richtet Judo-Weltmeisterschaften 2028 aus
Die Schweiz wird erstmals seit 1989 wieder Gastgeber der Judo-Weltmeisterschaften. Das Turnier findet 2028 in Lausanne statt.
Die Internationale Judo-Föderation (IJF) und der Schweizer Judo-Verband haben eine Vereinbarung über die Austragung der Weltmeisterschaften 2028 in Lausanne unterzeichnet. Das teilte die Pressestelle der IJF mit. Die Schweiz war zuletzt 1989 Schauplatz der Titelkämpfe gewesen.
Sergei Aschwanden, Präsident des Schweizer Judo-Verbands, bezeichnete die Vergabe als Ehre und Verpflichtung zugleich. Nach den Grand-Slam-Turnieren 2026 und 2027 werde die Weltmeisterschaft 2028 die Entwicklung des Judos in allen Bereichen voranbringen, so Aschwanden. Dazu zählten sportliche Exzellenz, Teilhabe, Inklusion und die Inspiration für eine neue Generation von Athleten. Zudem solle die Veranstaltung ein nachhaltiges Erbe für Lausanne, den Kanton Waadt und den Schweizer Judo insgesamt schaffen.
Die Vergabe der Weltmeisterschaften erfolgt in einem politisch aufgeladenen Umfeld für den internationalen Judosport. Im November 2025 hatte die Internationale Judo-Föderation russischen Athleten das Recht zurückgegeben, unter nationaler Flagge und Hymne bei internationalen Wettbewerben anzutreten. Zuvor waren russische Sportler im Zuge der Sanktionen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine unter neutraler Flagge starten müssen oder von Teilnahmen ausgeschlossen gewesen.
Lausanne gilt als bedeutender olympischer Standort. Die Stadt am Genfersee beherbergt unter anderem das Internationale Olympische Komitee und zahlreiche weitere Sportverbände. Die Judo-Weltmeisterschaften 2028 werden voraussichtlich zu den größten sportlichen Ereignissen des Jahres in der Schweiz zählen.