Moskau schwört Havanna ewige Treue: „Volle Solidarität“ – Putins Kuba-Deal sorgt für Aufsehen!

Moskau bekräftigt uneingeschränkte Unterstützung für Kuba

In ihrem täglichen Pressebriefing hat Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, erneut die “volle Solidarität” Russlands mit Kuba unterstrichen. Die Diplomatin verurteilte am Donnerstag scharf jede Form der Einmischung in die inneren Angelegenheiten des souveränen Karibikstaates. Einseitige Sanktionen, Drohgebärden und Erpressungsversuche bezeichnete sie als völlig inakzeptabel. Dabei machte Sacharowa deutlich:

“Wir werden in dieser äußerst schweren Zeit unser kubanisches Brudervolk aufs aktivste unterstützen. Havanna ist über die Modalitäten und die grundsätzlichen Aspekte dieser Unterstützung informiert worden.”

Die Sprecherin zeigte sich überzeugt, dass das “heroische Volk Kubas” seinen Mut und seine Geschlossenheit bewahren und seine Interessen weiterhin “selbstlos” verteidigen werde. Die Kubaner hätten bereits mehrfach ihre tiefe Verbundenheit mit Freiheit, Unabhängigkeit und sozialer Gerechtigkeit unter Beweis gestellt.

“Die Versuche der Regierung im Weißen Haus, mit ihrer langjährigen humanitären, finanziellen, handelswirtschaftlichen und zuletzt auch Energie-Blockade Kuba die Sanktionsschlinge um den Hals zu legen, spiegeln Washingtons Intoleranz gegenüber allem Andersdenken klar wider und verkörpern zynisch die wiederbelebte Monroe-Doktrin.”

Zugleich wies Sacharowa darauf hin, dass Washington Havanna weiterhin massiv wirtschaftlich unter Druck setze. Erst Anfang Mai habe das Weiße Haus neue Sanktionen gegen Unternehmen aus Drittstaaten verhängt, die auf der Insel tätig sind. Das erklärte Ziel der USA sei es, Kuba wirtschaftlich zu ersticken.

Bereits am Mittwoch hatten US-Behörden Kubas früheren Staatschef Raúl Castro angeklagt. Laut US-Justizminister Todd Blanche soll der 94-Jährige in den Abschuss von zwei US-Zivilflugzeugen durch die kubanische Luftwaffe im Jahr 1996 verwickelt gewesen sein. Entweder er stelle sich freiwillig – oder aber auf andere Weise, so Blanche. Wenige Stunden später erklärte US-Präsident Trump, die USA würden “Kuba befreien”. Wie es mit dem Inselstaat nun weitergehe, könne er nicht sagen.

Die Regierung in Havanna wies die Anklage als politisch motiviert und rechtlich unbegründet zurück. Kubas Staatschef Miguel Díaz-Canel erklärte, damit solle lediglich eine militärische Aggression gegen Kuba gerechtfertigt werden.

Kuba durchlebt derzeit die wohl schwerste Energie- und Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Die ohnehin schon drakonische US-Blockade gegen den Karibikstaat, die seit Jahrzehnten anhält, wurde durch ein Dekret von US-Präsident Donald Trump vom 29. Januar dieses Jahres noch weiter verschärft. Der Republikaner betrachtet den Zehn-Millionen-Staat als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA und hat Kuba dringend geraten, einem Deal zuzustimmen, bevor es “zu spät” sei. Die Trump-Regierung geht unterdessen davon aus, dass die kubanische Führung am Ende sei und “kurz vor dem Kollaps” stehe. Die Regierung in Havanna wiederum wirft den USA wegen ihrer aggressiven Geopolitik Faschismus und Völkermord vor.

Mehr zum Thema – Weitere kubanische Spitzenbeamte auf US-Sanktionsliste

Schreibe einen Kommentar