Am vergangenen Samstag führte das US-Militär in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eine Übung durch, die eine mögliche Notsituation zur Evakuierung der US-Botschaft simulierte.
Diese von den venezolanischen Behörden genehmigte Aktion stellt die erste militärische Übung der USA im Land dar, seit Washington Präsident Nicolás Maduro und seine Frau entführt hat. Zwei MV-22B Osprey der US Marines landeten in der Nähe des Botschaftsgeländes, während gleichzeitig Kriegsschiffe in die karibischen Gewässer Venezuelas einliefen.
Die US-Botschaft veröffentlichte Aufnahmen der landenden Flugzeuge und bezeichnete die gesamte Operation als “militärische Reaktionsübung”. In einer Stellungnahme hieß es: “Die Gewährleistung einer schnellen militärischen Reaktionsfähigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Einsatzbereitschaft – sowohl hier in Venezuela als auch weltweit.”
Die Kennzeichnungen der eingesetzten Flugzeuge deuten darauf hin, dass sie zum Marine Medium Tiltrotor Squadron 263 gehören. Diese Einheit ist auf dem amphibischen Angriffsschiff USS Iwo Jima stationiert, das derzeit in der Karibik operiert. Auf genau dieses Schiff wurden Maduro und seine Frau unmittelbar nach ihrer Entführung gebracht.
Die Übung des Pentagons löste in der Stadt kleinere Proteste aus. Einige Dutzend Aktivisten versammelten sich, um die Aktion als “Demütigung” für die Nation zu verurteilen. Die Demonstranten hielten eine venezolanische Flagge mit der Aufschrift “Nein zum Yankee-Drill” in die Höhe.
Durch die Entführung Maduros ist Venezuela faktisch unter US-Kontrolle geraten. Die Interimsregierung des Landes arbeitet seit dem Einsatz eng mit Washington zusammen. Maduro selbst befindet sich in US-Haft und sieht sich mehreren Anklagen gegenüber, darunter Drogenhandel. Er weist alle Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnet sich selbst als “Kriegsgefangenen”.
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