Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 1. September 2026, 13:06 Uhr
International

Putin fordert bei SCO-Gipfel Unabhängigkeit von Sanktionsstaaten

Der russische Präsident hat bei einem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) zur Prävention bewaffneter Konflikte aufgerufen. Gleichzeitig plädierte er für eine stärkere finanzielle Unabhängigkeit der …

Lesezeit 2 Minuten

Bei einer Sitzung des Rates der Staatsoberhäupter der SCO in Bischkek hat der russische Präsident Wladimir Putin dazu aufgerufen, alles Mögliche zu tun, um die Provokation bewaffneter Konflikte in der internationalen Praxis zu verhindern. Er verwies dabei auf den historischen Bezugstag: Der 1. September markiere den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Diese Aussage machte er russischen Medienberichten zufolge am Rande des Gipfels.

Putin sprach sich zudem für eine möglichst große Unabhängigkeit der geplanten SCO-Entwicklungsbank von den Finanzsystemen jener Staaten aus, die wirtschaftliche Instrumente als Waffe einsetzen. Diese Formulierung zielte offensichtlich auf westliche Länder ab, die gegen Russland umfangreiche Wirtschaftssanktionen verhängt haben. Die Bank könne künftig nach seiner Einschätzung wesentlich zur Umsetzung gemeinsamer, beiderseitig vorteilhafter Wirtschaftsprojekte beitragen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede lag auf der Abkehr vom US-Dollar und anderen westlichen Währungen. Putin gab an, dass der Anteil nationaler Währungen bei den gegenseitigen Zahlungen zwischen Russland und den SCO-Mitgliedstaaten inzwischen über 98 Prozent betrage. Diese Entwicklung wird von Moskau als zentrales Element seiner Strategie zur Entkopplung vom westlichen Finanzsystem betrachtet.

Der russische Staatschef betonte die wachsende Bedeutung der Organisation, die vor 25 Jahren gegründet worden sei. Ausgehend von sechs Gründungsstaaten – Russland, China, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan – habe sich die SCO zu einem der unabhängigen und einflussreichen Zentren der sich herausbildenden multipolaren Welt entwickelt. Die Mitgliedstaaten arbeiteten nach seinen Worten in politischen, wirtschaftlichen und humanitären Bereichen zusammen.

Konkret nannte Putin die Stärkung der Handelsbeziehungen zwischen den SCO-Staaten als dringende Aufgabe. Dies bringe allen Mitgliedern klare Vorteile und trage zum sozioökonomischen Wachstum bei. Auch eine koordinierte Energiepolitik bis 2030 sowie die Austragung der 7. Weltnomadenspiele 2028 in Kasan wurden von ihm angekündigt. Das Handelsvolumen zwischen Russland und den SCO-Ländern überschritt nach russischen Angaben im vergangenen Jahr die Marke von 400 Milliarden Dollar.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

Mehr aus International

Ressort öffnen →