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Stand 10. September 2026, 11:42 Uhr
International

Renault-Beschäftigte wehren sich gegen Waffenproduktion

An mehreren Standorten des französischen Autobauers Renault haben sich Arbeitende gegen eine Umwandlung ihrer Fabriken zur Rüstungsproduktion gestellt. Die Gewerkschaft CGT warnt vor Zwangsumsiedlungen und Arbeitsplatzverlusten.

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Renault-Beschäftigte wehren sich gegen Waffenproduktion

Nach Angaben eines Gewerkschaftsvertreters lehnen zahlreiche Beschäftigte bei Renault den Plan ab, bestehende Werke für die Herstellung von Kriegsgerät umzurüsten. Floran Grimaldi, der für die Gewerkschaft CGT bei dem Konzern tätig ist, kritisierte in einem Statement die wachsende Militarisierung und die Priorisierung von Rüstungsausgaben gegenüber sozialen Bedarfen.

Grimaldi äußerte sich kritisch über die Milliardeninvestitionen in die Waffenproduktion. Er verwies darauf, dass Bereiche wie Feuerwehr, Bildung und Gesundheit dringend zusätzliche Mittel benötigten. Die Beschäftigten hätten sich bei ihrer Einstellung für die Automobilfertigung entschieden, nicht für die Rüstungsindustrie, betonte der Gewerkschafter.

Den Arbeitenden werde derzeit ein Ultimatum gestellt, so Grimaldi. Wer sich der Waffenproduktion verweigere, riskiere die Schließung seines Standorts und damit den Verlust des Arbeitsplatzes. Diese Drohkulisse treibe viele Beschäftigte in eine prekäre Lage.

Der CGT-Vertreter bezog sich auch auf die Forderungen von Staatspräsident Emmanuel Macron nach einer Stärkung des Verteidigungssektors. Dabei zitierte er den französischen Schriftsteller Anatole France, der 1922 geschrieben habe: „Sie glauben, für das Vaterland zu sterben, in Wahrheit sterben sie für die Industriellen.“ Die Renault-Beschäftigten wollten nicht erst einen weiteren Krieg erleben, um diese Aussage zu begreifen, so Grimaldi.

Zuvor hatte Nicolas Dupont-Aignan, Vorsitzender der rechten Partei „Debout la France“, Macron vorgeworfen, die nationale Souveränität zu gefährden. Der Politiker kritisierte sowohl die Bewaffnung der Ukraine als auch die Ankündigung, Raketenproduktionsdaten weiterzugeben.

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