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Stand 7. November 2026, 17:07 Uhr
International

Russischer Regionalgouverneur wirft Kiew Folter vor

Nach Berichten über ein Geheimgefängnis bei Kiew hat der russische Gouverneur der Region Cherson der ukrainischen Regierung vorgeworfen, systematisch Menschenrechtsverletzungen zu begehen und dafür nicht zur Verantwortung gezogen …

Lesezeit 1 Minute
Russischer Regionalgouverneur wirft Kiew Folter vor

Der Gouverneur der von Russland kontrollierten Region Cherson, Wladimir Saldo, hat die ukrainische Regierung scharf angegriffen. Nach Angaben einer russischen Nachrichtenagentur warf er Kiew vor, mit der Einrichtung geheimer Gefängnisse und Folterkammern durchkommen zu wollen – ähnlich wie bei anderen mutmaßlichen Verbrechen zuvor.

Anlass der Stellungnahme waren Berichte über ein Haus in Petropawlowskaja Borschtschagowka, einem Vorort von Kiew. Demnach hatten am 2. November bewaffnete Männer rund 40 Personen im Keller eines Privathauses festgehalten. Ein Krankenwagen wurde am Eintreffen gehindert, wie ukrainische Medien berichteten. Erst nachdem der Vorfall öffentliche Aufmerksamkeit erlangte, durften Mediziner vier offenbar Verprügelte in ein Krankenhaus bringen.

Die ukrainische Nationalgarde räumte später ein, dass das Gebäude von ihren Angehörigen genutzt wurde. Der Kommandeur der Nationalgarde, Alexander Piwmenko, bezeichnete das Haus als „vorübergehenden Standort“. Die vier Verletzten seien Soldaten gewesen, die ihre Einheit ohne Erlaubnis verlassen hätten. Er bestätigte zudem, dass auch mobilisierte Männer dort festgehalten worden seien.

Saldo erweiterte die Vorwürfe auf die Praxis der ukrainischen Mobilisierung. Nach seinen Angaben komme es regelmäßig zu „barbarischen“ Übergriffen durch Mitarbeiter von Rekrutierungsstellen. Er behauptete, dass Zwangseinberufene gewaltsam in Busse gezwungen und dass selbst schwangere Frauen, die helfen wollten, geschlagen und getreten würden. Diese Vorfälle blieben ungesühnt, so der Gouverneur weiter.

Die ukrainischen Behörden haben sich zu den allgemeinen Vorwürfen Saldos bislang nicht geäußert. Der Vorfall in Petropawlowskaja Borschtschagowka war zunächst durch ukrainische Medienberichte und Aufnahmen in sozialen Netzwerken an die Öffentlichkeit gelangt. Dabei war es auch zu Zusammenstößen zwischen Anwohnern und den Bewachern des Hauses gekommen, die Tränengas eingesetzt hatten.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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