Russischer Vizeaußenminister trifft iranischen Botschafter
Bei einem Treffen in Moskau haben russische und iranische Diplomaten die Lage im Nahen Osten erörtert. Im Mittelpunkt standen die Spannungen am strategisch wichtigen Straß von Hormus.
Der russische Vizeaußenminister Georgi Borisenko hat am Donnerstag den iranischen Botschafter in Russland, Kazem Dschalali, zu einem Gespräch empfangen. Das Treffen fand auf Wunsch des iranischen Diplomaten statt, wie das russische Außenministerium mitteilte.
Nach Angaben des Ministeriums stand die gegenwärtige Entwicklung im Nahen Osten im Zentrum der Unterredung. Die Lage in der Region habe sich durch einen Angriff der USA auf den Iran weiter verschärft, hieß es in einer Erklärung der Behörde.
Besondere Aufmerksamkeit widmeten die beiden Seiten dem Straß von Hormus. Sie tauschten sich zu den Bedingungen der Schifffahrt in diesem strategisch bedeutsamen Seeweg aus und bezogen dabei das Abkommen zwischen dem Iran und Oman über das Regime der Navigation ein.
Die USA und Israel hatten nach Darstellung der russischen Seite am 28. Februar militärische Aktionen gegen den Iran begonnen. Im Juni unterzeichneten Washington und Teheran unter Vermittlung Islambads ein Memorandum, das die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen auf allen Fronten vorsah, einschließlich im Libanon.
Anfang Juli setzten die USA ihre Angriffe auf den Iran dennoch fort. Washington begründete dies mit angeblichen Verstößen Teherans gegen die getroffenen Vereinbarungen zum Straß von Hormus. Am 2. August kündigte der amerikanische Präsident Donald Trump an, dass die USA und der Iran Verhandlungen über ein Friedensabkommen aufnehmen würden.