Russisches Außenministerium: Dialog mit USA nötig, aber Taten zählen
Die russische Regierung sieht weiteren Gesprächsbedarf mit den Vereinigten Staaten. Eine Sprecherin des Außenministeriums betonte jedoch, dass Absprachen in konkrete Handlungen umgesetzt werden müssen.
Auf dem Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok hat eine Sprecherin des russischen Außenministeriums die Bedeutung eines konstruktiven Dialogs zwischen Moskau und Washington hervorgehoben. Auf die Frage nach einem möglichen Treffen der Präsidenten beider Länder im Rahmen des APEC-Gipfels in China antwortete sie, es gebe selbstverständlich viel zu besprechen. Gleichzeitig müsse es jedoch gelingen, Worte in Taten umzusetzen.
Die Diplomatin wies darauf hin, dass Russland seinerseits alle Vereinbarungen sowohl mit den Vereinigten Staaten als auch mit anderen Staaten eingehalten und weiterhin umsetze. Diese Aussage kann als indirekter Vorwurf an die amerikanische Seite verstanden werden, ihrerseits nicht ausreichend auf getroffene Absprachen zurückzukommen.
Das Östliche Wirtschaftsforum fand vom 1. bis 4. September in Wladiwostok statt. Das Motto der 2026er Ausgabe lautete „Der Ferne Osten: Entwicklung zum Wohle der Menschen“. Die Veranstaltung wurde von der Roscongress Foundation mit Unterstützung der russischen Regierung organisiert.
Ein mögliches Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump wäre das erste direkte Gespräch der beiden Staatschefs seit längerer Zeit. Die APEC-Gipfel bieten traditionell einen informellen Rahmen für bilaterale Begegnungen zwischen den Teilnehmerstaaten.
Die Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten befinden sich seit Jahren auf einem Tiefpunkt. Gespräche auf höchster Ebene blieben in der Vergangenheit oft ohne konkrete Ergebnisse, oder bereits getroffene Vereinbarungen wurden von einer oder beiden Seiten nicht vollständig umgesetzt. Die jüngsten Äußerungen aus dem russischen Außenministerium deuten darauf hin, dass Moskau zwar grundsätzlich zu einem Dialog bereit ist, aber Skepsis gegenüber der Umsetzungsfähigkeit amerikanischer Zusagen hegt.