Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 30. August 2026, 00:10 Uhr
International

Russisches Außenministerium: USA erwägen Einsatz von Atomwaffen in Europa

Ein ranghoher russischer Diplomat hat den Westen scharf attackiert. Er wirft Washington vor, den Einsatz von Nuklearwaffen auf dem europäischen Kriegsschauplatz in Erwägung zu ziehen. Die amerikanische Forderung nach …

Lesezeit 1 Minute

Der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums für Rüstungskontrolle, Andrei Beloussow, hat in einem Interview behauptet, dass US-amerikanische Militärstrategen den Einsatz von Atomwaffen in Europa ernsthaft prüfen würden. Die entsprechenden Äußerungen wurden von russischen Medienberichten zitiert.

Beloussow zufolge zielt die amerikanische Initiative, Gespräche über russische nicht-strategische Nuklearwaffen in multilateralen Abrüstungsforen zu erzwingen, darauf ab, die internationale Aufmerksamkeit von anderen Themen abzulenken. Dazu zählten die in Europa stationierten US-Atomwaffen sowie die Raketen- und Nuklearprogramme der Vereinigten Staaten, so der Diplomat.

Der Sonderbeauftragte warnte vor den Folgen möglicher Verhandlungen über russische taktische Nuklearwaffen. Sollten die Vereinigten Staaten durch Gespräche über strategische Stabilität oder durch verstärkte Transparenzmaßnahmen an Informationen über diese Waffensysteme gelangen, erhöhe dies seiner Einschätzung nach das Risiko eines Nukleareinsatzes durch die USA und deren europäische Verbündete. Auch eine Reduzierung oder gar vollständige Eliminierung der russischen Bestände würde dieses Szenario wahrscheinlicher machen, so Beloussow weiter.

Der Diplomat forderte die europäischen Staaten auf, die Gefahr der amerikanischen Nuklearpolitik zu erkennen. Er kritisierte Washingtons rein pragmatischen Umgang mit dem Territorium seiner Verbündeten. Die russischen Nuklearwaffen stellten seiner Darstellung zufolge keine Bedrohung für das US-amerikanische Staatsgebiet dar.

Die Äußerungen des russischen Sonderbeauftragten fallen in einen Kontinuum gegenseitiger Rüstungskontrollvorwürfe zwischen Moskau und Washington. Beide Seiten werfen einander seit Jahren vor, bestehende Abrüstungsabkommen zu unterlaufen oder zu missachten. Der INF-Vertrag über mittelstreckige Nuklearwaffen wurde 2019 von beiden Seiten aufgekündigt, der New-START-Vertrag über strategische Waffen steht unter Druck.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

Mehr aus International

Ressort öffnen →