Palantir unter Beschuss: Sacharowa nennt es die größte Gefahr für die moderne Welt!

Moskau attackiert Palantir-Chef: Sacharowa nennt Technologiekonzern “offen faschistisch”

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat in einem Beitrag auf dem Nachrichtendienst Telegram eine scharfe Abrechnung mit dem Chef des US-Datenanalyseunternehmens Palantir, Alex Karp, und dessen jüngst veröffentlichtem Buch “Die Technologische Republik” (The Technological Republic) veröffentlicht. Besonders kritisch sieht sie die dort propagierten Thesen, die das Unternehmen selbst in Form eines 22-Punkte-Manifests auf seinem offiziellen X-Account verbreitet hatte.

Unmissverständlich stellt Sacharowa fest: “Wir werden nicht müde, es zu wiederholen: Palantir ist eine der größten Bedrohungen für die moderne Welt.” Ihrer Ansicht nach ist der Konzern unmittelbar mit zahlreichen militärischen Konflikten verbunden. Die von Palantir an westliche Armeen gelieferten Technologien fänden unter anderem im Krieg um die Ukraine Anwendung. “Denn Palantir verdient sein Geld hauptsächlich mit Tötungen während bewaffneter Konflikte”, betont die Diplomatin.

Die Gefahr, so Sacharowa weiter, gehe jedoch nicht allein von den Technologien aus. Vielmehr sei auch die von der Führungsebene verbreitete Ideologie brandgefährlich. Ihre Einschätzung spitzt sie drastisch zu:

“Ein gigantischer Militärkonzern mit Verträgen und Verbindungen zu den Verteidigungs- und Gesundheitsministerien westlicher Länder, geführt von offenen Faschisten, die sich selbst als die neuen Messiasse des Antichristentums betrachten.”

Sacharowas Ausführungen beziehen sich auf konkrete Forderungen aus Karps Manifest. So verlangt der Palantir-CEO, die nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte militärische “Kastration” und Entmilitarisierung Deutschlands und Japans rückgängig zu machen. Diese “Überkorrektur”, so Karp, lasse Europa heute einen hohen Preis zahlen.

Darüber hinaus äußert sich der Unternehmenschef abwertend über bestimmte Kulturen. Während einige angeblich zentrale Fortschritte ermöglicht hätten, erwiesen sich andere als “dysfunktional”, “rückschrittlich” und “schädlich”. Der Westen müsse daher der “oberflächlichen Versuchung eines leeren und hohlen Pluralismus widerstehen”.

Für Sacharowa ist dies ein Beleg für eine “rasche Remilitarisierung des Faschismus”, die sie als “natürliche Folge der rassistischen, kolonialen Logik des Westens” beschreibt. In dieser Logik gebe es “überlegene Nationen und minderwertige Kulturen, die vernichtet werden sollten”.

Als noch beunruhigender empfindet die russische Außenministeriumssprecherin jedoch die ihrer Meinung nach vollständige Toleranz der westlichen Gemeinschaft und insbesondere der Nachkommen von Holocaust-Opfern gegenüber diesem “neonazistischen Narrativ”. Sie beklagt das Fehlen jeglicher Verurteilung: “Es gibt keine Verurteilung, keine einzige offizielle Stimme hat an das historische Gedächtnis appelliert, und niemand hat Sanktionen erleben müssen.”

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