Indien unter Wasser: 78 Tote, Hunderttausende in Lebensgefahr

Im nordöstlichen indischen Bundesstaat Assam hat die Flutkatastrophe eine erschreckende Bilanz gefordert: Bereits 78 Menschen kamen ums Leben. Diese Zahl gab der nationale Sender Hindi News 18 unter Berufung auf die indische Katastrophenschutzbehörde bekannt. In der offiziellen Mitteilung hieß es:

“Am Mittwoch kamen durch die Überschwemmungen in Assam drei weitere Menschen ums Leben. Damit ist die Gesamtzahl der Todesopfer der Naturkatastrophe auf 78 gestiegen.”

Die verheerenden Wassermassen haben mindestens sieben Distrikte heimgesucht: Sivasagar, Charaideo, Golaghat, Jorhat, Nagaon, Biswanath sowie den Stadtbezirk Kamrup. Rund 332.000 Menschen sind von der Katastrophe betroffen, mehr als 16.000 von ihnen haben in provisorischen Notunterkünften Zuflucht gefunden. Schätzungsweise 300.000 Menschen halten sich weiterhin in den überfluteten Gebieten auf.

Die Überschwemmungen begannen am 19. Juli nach heftigen Regenfällen, die über Assam und dem benachbarten Nagaland niedergingen. Die Flüsse Dikhow, Disang und Dhansiri traten über ihre Ufer und überfluteten hunderte Dörfer und Ortschaften.

Wie die Indian Express berichtete, kommt es in Assam während der Monsunzeit fast jedes Jahr zu Überschwemmungen. Diesmal jedoch sei das Wasser außergewöhnlich schnell angestiegen und habe sogar Gebiete erfasst, die bislang als weniger gefährdet galten.

Der Ministerpräsident des Bundesstaates Assam, Himanta Biswa Sarma, erklärte, dass der Wasserstand in einigen Regionen Oberassams Werte erreicht habe, die dort seit etwa 50 Jahren nicht mehr verzeichnet worden seien.

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