Unbemanntes Boot an türkischer Schwarzmeerküste aufgefunden
An der Küste der türkischen Provinz Samsun ist ein unbemanntes Boot entdeckt worden. Die Küstenwache und die Gendarmerie haben das Schiff sichergestellt und untersuchen nun dessen Herkunft.
Ein Fischer machte das Boot im Bezirk Çarşamba aufmerksam und alarmierte daraufhin die Küstenwache. Spezialisten der Küstenwache und der Gendarmerie übernahmen das Schiff, um es zu untersuchen und seine Herkunft zu klären. Weitere Einzelheiten zum Zustand des Bootes oder möglichen Frachten wurden zunächst nicht bekannt.
Der Fund ereignete sich in einer Region, die in jüngerer Zeit vermehrt im Fokus der Sicherheitsbehörden steht. Kurz zuvor waren bereits andere unbemannte Objekte im Schwarzen Meer gesichtet worden. In der Hafenstadt Alaplı in der Provinz Zonguldak hatten die Behörden vorübergehend Schifffahrtsbeschränkungen verhängt, nachdem Fischer dort eine unbemannte Drohne entdeckt hatten.
Das unbemannte Luftfahrzeug trieb den Angaben zufolge unter dem Einfluss der Wellen in Richtung offenes Meer vor Karadeniz Ereğli. Eingetroffene Einheiten der Küstenwache vernichteten das Gerät. Ob zwischen dem Bootsfund und der Drohne ein Zusammenhang besteht, blieb zunächst unklar.
Die Vorfälle werfen ein erneutes Licht auf die Sicherheitslage im Schwarzmeerraum. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich die Region zu einem Brennpunkt militärischer Aktivitäten entwickelt. Beide Konfliktparteien setzen im Gebiet unbemannte Systeme ein, gelegentlich geraten diese auch in die Gewässer oder an die Küsten neutraler Anrainerstaaten.
Die türkischen Behörden haben die Untersuchungen zu dem aufgefundenen Boot aufgenommen. Ergebnisse dürften voraussichtlich erst in den kommenden Tagen vorliegen.