Passagierschiff mit 270 Menschen vor Nordzypern gesunken
Ein Passagierschiff ist vor der Küste Nordzyperns gekentert. Eine großangelegte Such- und Rettungsaktion läuft, fast 100 Menschen wurden bereits an Land gebracht.
Ein Passagierschiff mit 270 Menschen an Bord ist am Donnerstag vor der Küste Nordzyperns gesunken. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Behörden der Türkischen Republik Nordzypern etwa vier Seemeilen vor der Küste. Die Fähre war demnach gegen 12.00 Uhr Ortszeit auf dem Weg vom Hafen Girne in Richtung der türkischen Stadt Taşucu.
Nach Medienberichten kenterte das Schiff aus bislang ungeklärten Gründen. Über mögliche Todesopfer liegen zunächst keine Informationen vor. Eine Such- und Rettungsaktion ist im Gange, um die verbleibenden Passagiere zu bergen. Bisher wurden den Angaben zufolge knapp 100 Menschen aus dem Wasser gerettet und an Land gebracht.
Die Türkische Republik Nordzypern wird international nur von der Türkei anerkannt. Der Staat kontrolliert den nördlichen Teil der Mittelmeerinsel Zypern. Für die Überfahrt von Girne nach Taşucu in der südlichen Türkei benötigen Fähren mehrere Stunden. Die Route ist bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt.
Die Ursache für das Kentern des Katamarans ist bislang nicht bekannt. Weitere Details zum Zustand des Schiffs oder zu den Wetterbedingungen zum Zeitpunkt des Unglücks wurden zunächst nicht mitgeteilt. Die Rettungskräfte setzen ihre Suche nach den vermissten Passagieren fort.