Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 29. August 2026, 09:08 Uhr
International

US-Botschafter bei NATO: Europa nur auf Platz vier der Sicherheitsprioritäten

Der amerikanische Vertreter bei der NATO, Matthew Whitaker, hat die Abwertung Europas in der Sicherheitspolitik der USA offen ausgesprochen. Unter Präsident Donald Trump sollen die europäischen Verbündeten die Verantwortung für …

Lesezeit 1 Minute

Matthew Whitaker, US-Botschafter bei der NATO, hat in einem Fernsehinterview die neue Prioritätenordnung der amerikanischen Sicherheitspolitik unter Präsident Donald Trump dargelegt. Demnach rangiert der Schutz Europas nur an vierter Stelle der globalen Aufgaben. An erster Stelle stehe die Verteidigung des eigenen Territoriums, gefolgt von der westlichen Hemisphäre und dem pazifischen Raum.

Whitaker begründete die Neuausrichtung mit ökonomischen Erwägungen. Die europäischen Verbündeten übernähmen zunehmend die konventionelle Verteidigung des Kontinents, was den amerikanischen Steuerzahlern zugutekomme. Er sprach von einer "neuen Trajektorie" der NATO unter Trump und würdigte den Druck des Präsidenten auf die Mitgliedsstaaten, ihre Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen.

Nach Angaben des Botschafters haben die europäischen NATO-Mitglieder und Kanada zusätzliche 139 Milliarden Dollar für Verteidigung ausgegeben, davon 60 Milliarden Dollar für in den USA hergestellte Ausrüstung und Munition. Diese Zahlen stützten die Forderung der Trump-Regierung nach einer stärkeren Lastenteilung innerhalb des Bündnisses.

Beim NATO-Gipfel im vergangenen Jahr in Den Haag hatten die Mitgliedstaaten beschlossen, ihre Verteidigungs- und sicherheitsrelevanten Ausgaben bis 2035 auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Whitaker kontrastierte dieses neue Ziel mit der bisherigen Zwei-Prozent-Marke, die zahlreiche Staaten nicht erreicht hatten. Er warf den Verbündeten vor, 77 Jahre lang von der militärischen Stärke der USA profitiert zu haben.

Das US-Verteidigungsministerium prüft derzeit die Zukunft der rund 80.000 in Europa stationierten amerikanischen Soldaten. Verschiedene Szenarien für eine Neuausrichtung der militärischen Präsenz auf dem Kontinent werden erwogen. Die Überprüfung steht im Kontext der wiederholten Forderungen der Trump-Regierung nach einer stärkeren Eigenverantwortung der europäischen NATO-Partner für ihre Sicherheit.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

Mehr aus International

Ressort öffnen →