US-Militär lenkt 83 Handelsschiffe im Golf um
Seit der Wiederaufnahme der maritimen Blockade iranischer Häfen hat das US-Militär Dutzende kommerzielle Schiffe umgeleitet. Zwei Schiffe wurden dabei geentert, drei weitere außer Gefecht gesetzt.
Das US Central Command (CENTCOM) hat mitgeteilt, dass seine Kräfte bis zum 30. August insgesamt 83 Handelsschiffe zur Kursänderung gezwungen hätten. Die Angaben wurden über den Kurznachrichtendienst X verbreitet.
Neben den Umleitungen seien drei Schiffe außer Betrieb gesetzt und zwei weitere geentert worden, um die Einhaltung der Blockade sicherzustellen. Details zu den betroffenen Schiffen, ihrer Herkunft oder Ladung wurden nicht genannt.
Die Vereinigten Staaten hatten die maritime Blockade iranischer Häfen zuvor wieder aufgenommen. Die Maßnahme zielt darauf ab, den Seeverkehr zu und von iranischen Häfen zu kontrollieren und möglicherweise Güterumschlag zu unterbinden.
Die Blockade führt zu wachsender Spannung in der strategisch wichtigen Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des globalen Öltransports verläuft. Internationale Beobachter befürchten, dass die verschärften Kontrollen zu Störungen des internationalen Handelsverkehrs führen könnten.
Die iranische Führung hat die US-Maßnahmen wiederholt als völkerrechtswidrig kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Teheran betont sein Recht auf freien Seeverkehr in den eigenen Gewässern.