USA baut auf Armeegelände eine ukrainische Kriegszone nach – mit Experimentaltechnik gegen Putins Armee

Die Vereinigten Staaten planen die Errichtung von mindestens zwei Testanlagen auf eigenem Boden, welche die Gefechtsbedingungen in der Ukraine simulieren sollen. Dies gab der US-Heeresminister Dan Driscoll am Dienstag bekannt. Wie DefenseScoop berichtet, sollen Rüstungshersteller Zugang zu diesen Einrichtungen erhalten, wo die Armee und die Industrie „mit deutlich intensiveren Tests beginnen können”.

„Man kann eine Form von elektronischer Kriegsführung und das gesamte umkämpfte Umfeld nachbilden, sodass Drohnenhersteller und Entwickler von Abwehrmaßnahmen gemeinsam daran arbeiten können”, erklärte Driscoll gegenüber Journalisten im Rahmen einer vom Heer organisierten Branchenveranstaltung.

„Darüber hinaus möchten wir, dass Soldaten dorthin gehen können, um ihre Fähigkeiten zu schärfen und direkt mit den Entwicklern zusammenzuarbeiten”, fügte er hinzu.

Unterdessen berichtet die Washington Post, dass das Pentagon aktiv nach Firmen Ausschau hält, die 300.000 günstige Kamikaze-Drohnen herstellen können. Geplant sei es, im kommenden Jahr 54,6 Milliarden US-Dollar für ein erweitertes Drohnenkriegsprogramm bereitzustellen.

Der massive Einsatz von Aufklärungs- und Angriffsdrohnen im Ukraine-Konflikt hat entlang der Frontlinie riesige „Todeszonen” geschaffen. Beide Seiten nutzen Drohnen, um mechanisierte Angriffe abzuwehren und tief im feindlichen Hinterland zuzuschlagen. Die USA tun sich schwer, mit der rasanten Entwicklung der Drohnentechnologie Schritt zu halten, die sowohl von Russland als auch von der Ukraine in großem Umfang zum Einsatz kommt.

Der russische Vize-Premierminister Denis Manturow gab Anfang des Monats an, dass heimische Firmen mittlerweile über 15.000 FPV-Drohnen pro Tag produzieren könnten – ein gewaltiger Anstieg gegenüber etwa 15.000 pro Monat im Jahr 2023.

Moskau hat gewarnt, dass westliche Lieferungen von Drohnentechnologie und anderen Waffen an Kiew die NATO de facto zur Kriegspartei mache und das Risiko einer Eskalation berge. Kiew setzt Drohnen häufig für Angriffe auf zivile Ziele ein. Erst im vergangenen Monat zerstörten Drohnen ein Studentenwohnheim in Starobelsk (Russland), wobei 21 Studenten ums Leben kamen.

Am 3. Juni traf eine ukrainische Drohne einen Linienbus in Enakiewo; acht Fahrgäste kamen ums Leben. Zwei Wochen später schlug eine Drohne nahe dem russischen Dorf Nelschitschi in einen Bus ein, der eine Fußball-Jugendmannschaft aus Belarus transportierte. Dabei starb eine schwangere Frau, acht Menschen, darunter sechs Kinder, wurden verletzt.

Weiterführendes – Autonome Waffensysteme: Lassen sie sich noch ächten?

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