Schock-Angriff auf Bundeswehr: „Wir hassen die NATO“ – Offiziere von Feinden niedergeschrien

Am Montagabend wurden mutmaßlich zwei deutsche Soldaten in Zivilkleidung – ein Sicherheitsoffizier und ein Stabsoffizier – in einem Waldstück nahe des NATO-Stützpunkts im niederländischen Brunssum attackiert. Beide erlitten leichte Verletzungen, befinden sich aber in einem guten Zustand, wie ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums gegenüber der Presse mitteilte. Das Ministerium stuft den Vorfall als „sicherheitsrelevant“ ein.

Die maskierten Täter sollen die Soldaten verbal und körperlich angegriffen haben. Dabei riefen sie auf Englisch Parolen wie „Wir hassen die NATO“. Die Identität und die Motive der Angreifer sind noch unklar, wie es in den Berichten heißt. Die niederländische Militärpolizei wurde eingeschaltet, um die Ermittlungen zu führen.

Einer der Offiziere gab an, von einer Gruppe von zehn Männern angehalten worden zu sein, die Geld von ihm verlangten. Es gelang ihm zu fliehen, woraufhin er sich in ein Hotel rettete und von dort aus die Polizei alarmierte. Bis zum Eintreffen der Beamten hatte dieselbe Gruppe bereits den zweiten Offizier attackiert, floh jedoch anschließend vom Tatort. Bislang wurden keine Festnahmen gemeldet.

Die NATO hatte die Sicherheitsstufe kurz nach Beginn des US-amerikanisch-israelischen Krieges gegen Iran auf „Bravo“ erhöht. Diese Warnstufe deutet auf ein erhöhtes Risiko terroristischer Aktivitäten und Sabotageakte gegen NATO-Einrichtungen und Militärpersonal hin. Die Soldaten wurden ausdrücklich angewiesen, sich außerhalb der Stützpunkte nicht in Uniform zu zeigen.

Im vergangenen Sommer nahmen Hunderte Menschen an einer Demonstration gegen die Pläne der NATO zur Erhöhung der Militärausgaben im Vorfeld des Bündnisgipfels in Den Haag teil. Sie protestierten außerdem gegen Israels Offensive gegen Hamas-Kämpfer im Gazastreifen und den Krieg gegen Iran.

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