Am Samstag kam es in Kroatien zu einem Zusammenstoß zweier Züge, bei dem mindestens 19 Personen verletzt wurden. Das bestätigte das Gesundheitsministerium des Landes. Der Vorfall ereignete sich auf der Strecke zwischen Sveti Ivan Zabno und Gradec, rund 60 Kilometer östlich von Zagreb.
Nach Informationen aus Medienberichten prallte ein Personenzug, der etwa 27 Reisende an Bord hatte, auf einen Güterzug. Dabei erlitten sechs Menschen schwere Verletzungen, während mindestens 13 weitere leicht verletzt wurden. Die Betroffenen wurden zunächst in Kliniken in Bjelovar und Koprivnica versorgt; einige von ihnen wurden später nach Zagreb verlegt. Eine junge Frau befindet sich auf der Intensivstation, ihr Zustand wird jedoch als stabil beschrieben.
Aufnahmen, die in sozialen Netzwerken geteilt wurden, zeigen die Zerstörung: Der Personenzug weist erhebliche Schäden auf – das Dach ist eingedrückt, Teile der Außenhülle wurden abgerissen. Reisende sind neben den Gleisen zu sehen, während im Hintergrund die roten Waggons des Güterzugs und eine Lokomotive erkennbar sind.
Tomislav Golubić, der Landrat der Region Koprivnica-Križevci, sprach den rund 50 Feuerwehrleuten sowie einem Zivilisten, der sich an der Rettungsaktion beteiligte, seinen Dank aus. Auch Vizepremier Tomo Medwed, der den Unfallort später aufsuchte, würdigte den Einsatz der Helfer. Ersten Untersuchungen zufolge könnten sowohl ein technisches Problem als auch ein menschlicher Fehler die Ursache sein, so Medwed – die endgültige Klärung liege jedoch bei den zuständigen Ermittlern. Damir Lončarić von den kroatischen Eisenbahnen bestätigte, dass eine Untersuchung des Vorfalls bereits eingeleitet wurde.
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