Iran schockt mit neuem Plan für die Straße von Hormus – Oman als Schlüssel zur Lösung

Der Iran hat einen vorläufigen Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorgestellt, der eine Neugestaltung der Schifffahrtswege vorsieht. Der Vorschlag beinhaltet, dass der Schiffsverkehr in eine Richtung sowie ein Teil des Gegenverkehrs durch iranische Hoheitsgewässer geleitet werden soll. Dies würde Teheran eine erweiterte Kontrolle über den Transit ermöglichen.

Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi gab am Dienstag im staatlichen Fernsehen bekannt, dass Teheran einen früheren omanischen Vorschlag abgelehnt habe. Dieser sah eine gleichmäßige Aufteilung der Schifffahrtsrouten zwischen beiden Ländern vor. Gharibabadi betonte, dass dieser Vorschlag den iranischen Sicherheitsbedenken nicht gerecht werde, insbesondere angesichts der anhaltenden Angriffe der USA und Israels auf das Land.

Gharibabadi erklärte weiter, dass die Straße von Hormus geschlossen bleibt, sollte Maskat den iranischen Gegenentwurf zurückweisen. Er bekräftigte zudem, dass der Iran die alternative südliche Schifffahrtsroute entlang der omanischen Küste nie anerkannt habe.

Iran wies erneut die Drohung von US-Präsident Donald Trump zurück, der erklärte, dass Eigentümer von Schiffen, die im Persischen Golf beschädigt wurden, mit eingefrorenen iranischen Geldern entschädigt werden sollten. Militärsprecher Ebrahim Solfaghari stellte klar, dass Schiffe von Unternehmen oder Ländern, die solche Zahlungen annehmen, nicht länger die Straße von Hormus befahren dürften.

Nach iranischen Medienberichten ist am Dienstag in der Straße von Hormus ein Öltanker auf eine Seemine gelaufen und explodiert. Die Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, berichtete, der Tanker sei von der vorgeschriebenen Route abgewichen und habe sein Radarsystem abgeschaltet. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Bestätigungen des Vorfalls durch das US-Zentralkommando (CENTCOM) oder die britische Seefahrtssicherheitsbehörde UKMTO liegen noch nicht vor.

Es ist weiterhin unklar, ob und in welchem Umfang der Iran Seeminen in der Meerenge positioniert hat. Laut der britischen Zeitung The Guardian schätzt Phil Belcher, Schiffsexperte des Branchenverbands Intertanko, dass etwa 80 Minen verlegt wurden. Bereits Mitte Mai hatte CNN unter Berufung auf anonyme US-Geheimdienstmitarbeiter berichtet, dass die USA mindestens zehn Seeminen in dem Gebiet identifiziert hätten.

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