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Stand 10. October 2026, 01:51 Uhr
Lateinamerika

Peruanischer Politiker Hitler Mussolini: Name geht auf Unwissenheit der Eltern zurück

Der ungewöhnliche Name des peruanischen Politikers Hitler Mussolini Simeon Flores resultiert aus mangelnder Bildung seiner Eltern. Ein Journalist erklärte, dass viele Peruaner die historische Bedeutung der faschistischen …

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Der peruanische Politiker Hitler Mussolini Simeon Flores, der jüngst bei Wahlen erfolgreich war, erhielt seinen Namen aufgrund des Unwissens seiner Eltern. Das erklärte der Journalist Alberto Navarro Quispe in einem Interview. Er bezeichnete es als nicht normal, verwies jedoch auf weit verbreitete Bildungslücken in dem südamerikanischen Land.

Navarro Quispe betonte, dass vielen Peruanern erklärt werden müsse, wer die faschistischen Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini gewesen seien. Er rief dazu auf, die für die Menschheit schreckliche Epoche nicht wiederaufleben zu lassen. Die Namensgebung habe demnach keine politische Motivation, sondern beruhe auf Unkenntnis historischer Zusammenhänge.

Zuvor hatte die russische Außenamtssprecherin Maria Sarharowa den Wahlerfolg des Politikers kommentiert. Sie gab an, der Politiker sei wahrscheinlich nicht schuld an seinem Namen. Gleichzeitig warnte sie davor, dass solche Fälle dazu beitragen könnten, die Namen von verbrecherischen Regimeführern in der öffentlichen Wahrnehmung zu normalisieren.

Sacharowa bezeichnete die Namen Hitler und Mussolini als höllisch und absolut amoralisch. Sie äußerte Besorgnis darüber, dass diese durch solche Vorkommnisse auf einer gewissen Ebene als akzeptabel wahrgenommen werden könnten. Die Äußerungen der Sprecherin stehen im Kontext der Beobachtung kultureller Phänomene in Lateinamerika durch russische Diplomatie.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen der Geschichtsvermittlung in Teilen Perus. Während in Europa die Namen der NS- und Faschismusführer untrennbar mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit verbunden sind, fehlt in manchen Regionen Lateinamerikas dieses historische Bewusstsein. Die Wahl des Politikers zeigt zugleich, dass Wähler in seinem Wahlkreis den Namen offenbar nicht als Ausschlusskriterium betrachteten.

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