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Stand 5. October 2026, 02:40 Uhr
Lateinamerika

Brasilien: Stichwahl zwischen Bolsonaro-Sohn und Lula

Die Präsidentschaftswahl in Brasilien geht in eine zweite Runde. Nach Auszählung der meisten Stimmen liegt der rechte Senator Flavio Bolsonaro knapp vor dem amtierenden linken Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva.

Lesezeit 1 Minute

Die brasilianische Präsidentschaftswahl hat keinen Sieger im ersten Wahlgang hervorgebracht. Laut offiziellem Ergebnis lag bei 88 Prozent ausgezählter Wahlbezirke der rechte Senator Flavio Bolsonaro mit 48,19 Prozent der Stimmen vor dem amtierenden linken Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva, der auf 43,81 Prozent kam.

Nach brasilianischem Wahlrecht benötigt ein Kandidat mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, um bereits in der ersten Runde zu gewinnen. Da weder Bolsonaro noch Lula diese Marke erreichten, treten die beiden Politiker am 25. Oktober zur Stichwahl an.

Flavio Bolsonaro ist der Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, der das Land von 2019 bis 2022 regierte. Der 43-jährige Senator aus Rio de Janeiro vertritt die rechte politische Richtung seines Vaters und hatte seine Kandidatur unter dem Slogan der Fortsetzung konservativer Politik aufgebaut.

Lula da Silva hatte 2022 die Präsidentschaftswahl gegen Jair Bolsonaro gewonnen und kehrte damit nach zwölf Jahren an die Macht zurück. Der 80-jährige Arbeiterführer steht für die linke Arbeiterpartei PT und hatte soziale Programme sowie eine stärkere staatliche Präsenz in der Wirtschaft angekündigt.

Die Stichwahl Ende Oktober wird voraussichtlich von den Themen Wirtschaftslage, öffentliche Sicherheit und der Rolle des Staates in der Gesellschaft geprägt sein. Beide Kandidaten müssen nun um die Stimmen der Wähler werben, die in der ersten Runde andere Kandidaten unterstützt hatten.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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