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Stand 26. August 2026, 16:28 Uhr
Nahost-Konflikt

Israelischer Abgeordneter zerstört Gedenkstätte im Westjordanland

Der ultranationalistische israelische Parlamentarier Zvi Sukkot hat im Westjordanland eine palästinensische Gedenkstätte mit einem Vorschlaghammer zerstört. Die anwesenden Soldaten griffen nicht ein.

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In dem palästinensischen Dorf Madama südlich von Nablus hat der rechtskonservative israelische Abgeordnete Zvi Sukkot eine Gedenkstätte für im Laufe des vergangenen Jahrhunderts getötete Palästinenser mit einem Vorschlaghammer beschädigt. Videos, die Sukkot selbst im Internet veröffentlichte, zeigen, wie er das Denkmal attackierte, während Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) in unmittelbarer Nähe standen und nicht eingriffen.

Sukkot, der der ultranationalistischen Partei Religiöser Zionismus angehört und wiederholt in Konfrontationen mit Palästinensern verwickelt war, war am Dienstag offiziell zu einer Besichtigungstour in das Dorf gereist. Er begründete seine Tat damit, dass die Gedenkstätte den Terrorismus verherrliche und entfernt werden müsse. Kinder, die das Denkmal sähen, könnten demnach selbst zu Terroristen werden, so seine Argumentation.

Nachdem die Aufnahmen weltweit verurteilt worden waren, gab die IDF an, Sukkot habe Schutz für eine Tour durch Dörfer im Westjordanland angefordert und die Militärführung über seine wahren Absichten getäuscht. Der Abgeordnete habe den Vorschlaghammer hervorgeholt und das Monument ohne Genehmigung attackiert. Das Vorgehen sei weder autorisiert noch vorhersehbar gewesen, wie die Armee mitteilte.

Die Bewohner von Madama widersprechen dieser Darstellung. Sie verweisen auf wiederholte Konfrontationen mit israelischen Truppen und Siedlern. Wie die Agentur RT meldet, berichtete ein Einwohner, dass Armeepatrouillen nur Stunden vor Sukkots Eintreffen durch das Dorf gezogen seien und Tränengas sowie Blendgranaten eingesetzt hätten, wodurch Anwohner aus dem Schlaf gerissen worden seien.

Die Dorfbewohner befürchten nach dem Vorfall weitere Gewalt. RT-Korrespondentin Charlotte Dubenskij berichtete aus Madama über die anhaltende Angst der Bevölkerung und die Ablehnung der militärischen Darstellung des Geschehens.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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