Netanjahu ordnet verschärfte Sicherheitskontrollen ausländischer Fluggesellschaften an
Nach einem Angriff eines Co-Piloten auf einen Kapitän an Bord eines Flydubai-Fluges hat der israelische Premierminister eine umfassende Überprüfung der Sicherheitsstandards ausländischer Airlines eingeleitet.
Der Vorfall ereignete sich am 30. September auf einem Flug der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Gesellschaft. Dem Co-Piloten gelang es nach israelischen Medienberichten, den Kommandanten des Flugzeugs zu verletzen. Anschließend steuerte er das mit 180 Passagieren besetzte Flugzeug in einen Sturzflug, um es zum Absturz zu bringen.
Mehrere Besatzungsmitglieder und Passagiere drangen demnach in das Cockpit ein und konnten den Angreifer überwältigen. Das Flugzeug wurde schließlich sicher gelandet.
Nach dem Zwischenfall ordnete Premierminister Benjamin Netanjahu an, dass der Nationale Sicherheitsrat einen Inspektor benennen soll. Dieser wird künftig umfassende Sicherheitsüberprüfungen von Flügen ausländischer Gesellschaften nach Israel durchführen.
Israelische Medienberichten zufolge hat der Vorfall erhebliche Lücken bei der Überwachung der Sicherheit in der Zivilluftfahrt offenbart. Die geplanten Kontrollen sollen diese Defizite offenbar adressieren.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit intensiverer Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Seit dem Abraham-Abkommen von 2020 gibt es direkte Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern, die zuvor keine diplomatischen Beziehungen unterhielten.