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Stand 26. September 2026, 00:35 Uhr
Nahost

Vertriebene Libanesen protestieren in Beirut gegen israelische Angriffe

Vor dem UN-Büro in Beirut haben vertriebene Bürger aus dem Südlibanon gegen die israelische Militärpräsenz und die Zerstörung ihrer Heimat demonstriert. Die Proteste richten sich zugleich gegen die Unsicherheit über ihre Zukunft …

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Vertriebene Libanesen aus dem Süden des Landes haben am Donnerstag vor den Vereinten Nationen in Beirut protestiert. Sie forderten ein Ende der israelischen Angriffe, die nach ihren Angaben ganze Städte und Dörfer zerstört hätten. Die Demonstration fand im Kontext einer massiven Eskalation statt, die im März begann, nachdem die USA und Israel Luftangriffe auf den Iran geflogen waren. Die Hisbollah reagierte darauf mit Vergeltungsschlägen, woraufhin Israel seine Luftangriffe ausweitete und seine bestehende Militärpräsenz im Südlibanon verstärkte.

Nach russischen Medienberichten hat Israel inzwischen rund 600 Quadratkilometer im Südlibanon besetzt. Hunderttausende Zivilisten aus etwa 57 Städten und Dörfern innerhalb dieser Zone seien vertrieben worden. Ein Demonstrant schilderte demnach die Lage als Menschen mit Behinderungen sowie als Hausbesitzer und Geschäftsinhaber, die schwere Verluste erlitten hätten. Der Protesttag solle als internationaler Tag gegen Vertreibungen, Bombardierungen und Zerstörung dienen, erklärte er. Israel habe als brutaler Feind die Grundlagen des Lebens im Süden zerstört.

Ein weiterer Protestierender warf Israel nach Angaben der Berichterstattung eine systematische Zerstörung von Gebieten im Südlibanon vor, die allen internationalen Normen widerspreche. Die Demonstranten wandten sich zudem an die libanesischen Behörden und forderten mehr Unterstützung für Vertriebene. Sie wollten wissen, was die Zukunft bringe, und Unsicherheit vermeiden, hieß es in ihren Äußerungen.

Die Zerstörungen haben nach Angaben des libanesischen Ministerpräsidenten Nawaf Salam enorme Ausmaße angenommen. Er teilte dem Parlament mit, dass die geschätzten Wiederaufbaukosten inzwischen bei rund 27 Milliarden Dollar lägen. Dieser Betrag mehr als verdopple die vorherige Schätzung der Weltbank, die von bis zu 13 Milliarden Dollar ausgegangen war. Zudem seien etwa 91.000 Wohnungen durch die andauernden israelischen Angriffe beschädigt oder zerstört worden.

Die internationale Gemeinschaft knüpft nach Einschätzung von Analysten Finanzhilfen für den Wiederaufbau an die Entwaffnung bewaffneter Gruppen, darunter die Hisbollah. Dieser Prozess könnte demnach Jahre dauern und stellt für den Libanon eine erhebliche politische Herausforderung dar. Eine rasche Lösung des Konflikts und damit eine Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimat erscheint angesichts dieser Voraussetzungen unwahrscheinlich.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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