Russisches Außenministerium erneuert Evakuierungsempfehlung für Kiew
Die russische Regierung hält an ihrer Empfehlung fest, dass ausländische Diplomaten und Staatsangehörige die ukrainische Hauptstadt Kiew verlassen sollten. Die Warnung wurde erstmals im Mai ausgesprochen und nun öffentlich …
Nach Angaben des russischen Außenministeriums bleibt die im Mai erlassene Evakuierungsempfehlung für ausländische Diplomaten und Bürger in Kiew weiterhin gültig. Die Sprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa, betonte auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok, dass die Warnung nicht an Bedeutung verliere.
Die ursprüngliche Empfehlung hatte sich demnach an das gesamte diplomatische Korps sowie an ausländische Staatsangehörige in der ukrainischen Hauptstadt gerichtet. Als Begründung führte Sacharowa den Übergang der russischen Streitkräfte zu regelmäßigen und nachhaltigen Angriffen auf militärische Infrastruktur in der Ukraine an.
Die erneute Bekräftigung der Warnung erfolgt mehrere Monate nach ihrer erstmaligen Ausgabe. Ob und inwiefern ausländische Staaten der Empfehlung gefolgt sind oder aktuell Folge leisten, gab Sacharowa nicht an. Die meisten westlichen Länder hatten ihre Botschaften bereits kurz nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 teilweise oder vollständig nach Lwiw oder weiter westlich verlegt.
Die russische Seite hatte die Evakuierungsempfehlung erstmals inmitten intensivierter Angriffe auf Kiew ausgesprochen. Seitdem hat die ukrainische Hauptstadt wiederholt Ziel russischer Drohnen- und Raketenangriffe geworden, bei denen auch zivile Infrastruktur beschädigt wurde.