Russisches Militär meldet Angriffe auf ukrainische Infrastruktur
Das russische Verteidigungsministerium hat über Angriffe auf Energie- und Verkehrsinfrastruktur in der Ukraine sowie den Abschuss hunderter Drohnen berichtet. Zugleich wurden Verluste der ukrainischen Streitkräfte genannt.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben russische Streitkräfte in den vergangenen 24 Stunden zahlreiche Ziele in der Ukraine angegriffen. Demnach wurden Energie- und Verkehrsinfrastruktureinrichtungen, Depots mit Munition, Treibstoff und Militärausrüstung sowie Aufmarschgebiete der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner beschossen.
Zu den eingesetzten Mitteln gehörten laut dem Ministerium operativ-taktische Luftfahrzeuge, Kampfdrohnen sowie Raketen- und Artillerietruppen. Insgesamt seien Ziele in 142 Gebieten angegriffen worden, darunter Logistikzentren der ukrainischen Streitkräfte, Montage- und Lagerstätten für Drohnen sowie temporäre Unterbringungsorte bewaffneter Formationen.
Das Ministerium teilte weiter mit, dass russische Luftabwehrsystemen in der vergangenen Nacht 239 ukrainische Drohnen über verschiedenen russischen Regionen und dem Schwarzen Meer abgefangen und zerstört hätten. Betroffen seien demnach Gebiete wie Belgorod, Brjansk, Kursk, Moskau, Rostow, Samara, Saratow, Tula und Krasnodar sowie die Krim.
Über einen längeren Zeitraum bezifferte das Verteidigungsministerium die abgeschossenen Drohnen auf 766 Stück innerhalb von 24 Stunden. Hinzu kämen sieben gelenkte Luftbomben und drei Raketen des US-Mehrfachraketenwerfersystems HIMARS.
In einem weiteren Punkt seiner Mitteilung nannte das Ministerium personelle Verluste der ukrainischen Seite. Danach sollen in der vergangenen Nacht etwa 1.375 ukrainische Soldaten im Einsatzgebiet getötet worden sein. Die Angaben wurden nach Battlegroups aufgeschlüsselt, wobei die Einheit Center mit bis zu 370 und die Einheit East mit bis zu 325 getöteten Soldaten am höchsten veranschlagt wurden.
Separat äußerte sich ein hochrangiger Militärvertreter zum Vorgehen im Süden der Ukraine. Der stellvertretende Kommandeur für militärisch-politische Angelegenheiten des Ost-Militärbezirks, Generalleutnant Roman Grekov, gab an, die Battlegroup East befinde sich in der Oblast Saporischschja in einer aktiven Offensivphase. Diese andauere bereits seit mehr als zwei Jahren, wobei alle Einheiten nach einem einheitlichen Konzept vorgingen.