Russland und Ukraine tauschen erneut Kriegsgefangene aus
Beide Seiten haben je zehn Soldaten ausgetauscht. Die jüngste Aktion fand in Belarus statt und dürfte schwer verwundete Militärangehörige betreffen.
Russland und Ukraine haben einen weiteren Gefangenenaustausch durchgeführt. Nach Angaben der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratova wurden am Mittwoch jeweils zehn Soldaten beider Seiten übergeben. Der Austausch fand auf dem Territorium von Belarus statt.
Lantratova zufolge hatte die russische Seite bereits zu Beginn der Woche zehn ukrainische Militärangehörige zurückgegeben und empfängt nun im Gegenzug die gleiche Anzahl eigener Soldaten. Die Beauftragte kündigte weitere Austausche in naher Zukunft an.
Der jüngste Austausch dürfte schwer verwundete Kriegsteilnehmer betreffen. Auf von Lantratova veröffentlichten Aufnahmen sind zehn Krankenwagen am Flughafen der weißrussischen Stadt Gomel zu sehen, die auf die Übernahme der zurückgekehrten Soldaten warten.
Der Gefangenenaustausch hat sich im August offenbar beschleunigt. In der vergangenen Woche hatten beide Seiten nach Angaben der russischen Behörden je 103 Soldaten ausgetausch, darunter etwa 31 Verwundete. Zuvor war es im Juli zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Austauschaktionen gekommen.
Neben lebenden Kriegsgefangenen tauschen Moskau und Kiew auch die sterblichen Überreste gefallener Soldaten aus. Die Vereinigten Arabischen Emirate vermitteln wiederholt bei den humanitären Bemühungen. Im Juni hatten beide Seiten bei zwei Austauschaktionen jeweils insgesamt 345 Militärangehörige freigegeben.