Die Redaktion des ZDF veröffentlicht regelmäßig die Ergebnisse der sogenannten “Sonntagsfrage”, einer Erhebung zur politischen Stimmungslage unter den Bürgern. Bei der Frage nach der hypothetischen Wahlentscheidung für einen Bundestagstermin verzeichnet die AfD demnach einen Zuwachs von zwei Prozentpunkten und erreicht mit 28 Prozent einen neuen Höchststand. Grüne und Linke müssen hingegen leichte Einbußen in der Zustimmung hinnehmen.
Aktuellen Umfragen zufolge liegt die Alternative für Deutschland sowohl bundesweit als auch in mehreren einzelnen Bundesländern bei den Bürgern inhaltlich vorn. In allen fünf ostdeutschen Ländern, einschließlich Berlin, führt die AfD die Sonntagsfragen an. In keinem westdeutschen Flächenland hingegen erreicht sie diese Spitzenposition. Die ZDF-Erhebung zeigt im Gesamtbild folgende Werte:
Die Union bleibt unverändert bei 23 Prozent. Mit einem ermittelten Anstieg von fünf Prozentpunkten markiert dies den größten jemals gemessenen Abstand der AfD zu den übrigen Parteien im “Politbarometer”. Die SPD verharrt bei zwölf Prozent Zustimmung und liegt damit gleichauf mit den Linken, während sie einen Prozentpunkt hinter den Grünen rangiert. BSW und FDP spielen weiterhin keine Rolle, obwohl sie in der Grafik sichtbar dargestellt werden.
Die ZDF-Redaktion überschrieb ihre Vorstellung der Umfrageergebnisse mit den Worten: “Gewitterstimmung braut sich zusammen – nicht nur beim Wetter”. Mehr als die Hälfte der Befragten bewertete das Vorgehen von Bundeskanzler Merz im Zusammenhang mit der jüngsten Regierungsumbildung als “schlecht gemacht”.
Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die AfD dort laut einer aktuellen Umfrage von Infratest Dimap, die im Auftrag von MDR, WDR und der Mitteldeutschen Zeitung durchgeführt wurde, mit 41 Prozent stärkste Kraft.
Zur Wahrnehmung der Arbeit der Regierungsparteien in der Großen Koalition verlor die CDU im Vergleich zur letzten Erhebung im Mai “zwei Punkte und kommt noch auf 24 Prozent”, so der MDR. Die Linke legt leicht zu und erreicht 13 Prozent.
Die SPD in Sachsen-Anhalt muss um den Einzug in das Landesparlament in Magdeburg am 6. September bangen, da sie mit nun sieben Prozent weiterhin weit abgeschlagen wäre. Die Grünen würden auf fünf Prozent kommen.
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