Am Freitagmorgen kam es in Berlin-Friedrichshain zu einem alarmierenden Feuerwehreinsatz, der die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen stellte. Als die Rettungskräfte am Ort des Geschehens eintrafen, wurde deutlich, dass die Drehleiter nicht bis zur betroffenen Etage vordringen konnte. Wie Medien berichten, hatte sich eine Bewohnerin des 18-stöckigen Hochhauses zu diesem Zeitpunkt bereits “auf das Fensterbrett geflüchtet, während hinter ihr dichter Rauch aufstieg”, so ein Sprecher gegenüber der DPA-Agentur.
Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte um 6.27 Uhr. Zu dem Vorfall heißt es in einer offiziellen Stellungnahme:
“Heute Morgen wurden wir zu einem Brand in einem 18-geschossigen Wohnhochhaus in die Straße der Pariser Kommune alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wohnung im 11. Obergeschoss bereits im Vollbrand. Flammen schlugen aus mehreren Fenstern, dichter Rauch breitete sich über die Gebäudefassade aus. Im weiteren Einsatzverlauf kam es zu einem Brandüberschlag auf die darüberliegende Wohnung im 12. Obergeschoss.”
Den Angaben zufolge brannten die beiden Wohnungen zeitweise “in voller Ausdehnung”. Darüber hinaus waren zahlreiche weitere Wohnungen durch die massive Rauchentwicklung für ihre Bewohner vorübergehend unzugänglich. Die Feuerwehr ergänzte:
“Besonders herausfordernd waren für uns die Höhe der Einsatzstelle, das Ausmaß des Brandes, die umfangreiche Rauchausbreitung innerhalb des Gebäudes sowie die hohe Anzahl an Betroffenen. Dies machte den Einsatz besonders kräftezehrend und personalintensiv.”
Am Ende waren rund 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an dem Einsatz beteiligt.
Die Lage entwickelte sich derart dynamisch, dass “von insgesamt 115 Betroffenen 25 Personen in Sicherheit gebracht werden mussten”. Die Rettungsaktionen erfolgten laut Feuerwehrangaben hauptsächlich mit Brandfluchthauben – speziellen Kopfbedeckungen, die vor Flammen und Rauch schützen – sowie “über den Treppenraum, in einzelnen Fällen aber auch über eine Drehleiter”.
Der RBB berichtet über die heikle Situation, dass die Drehleiter nicht bis in den elften Stock reichte, sondern nur etwa bis in den neunten. Die Bewohnerin musste deshalb vom Fensterrand “in den etwa ein bis zwei Quadratmeter großen Drehleiterkorb springen”, wo sie von Feuerwehrleuten aufgefangen wurde. “Das war wirklich auf Messers Schneide”, so der Feuerwehrsprecher gegenüber dem Sender.
Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle. Im Anschluss standen noch umfangreiche “Kontroll- und Nachlöscharbeiten” sowie die Versorgung und Betreuung der betroffenen Bewohner an. Zudem liefen die maschinellen Belüftungsmaßnahmen des Gebäudes weiter.
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